Die Regierung hat die dieswöchigen Ankündigungen des Schatzkanzlers als 'Great British Summer Savings'-Initiative bezeichnet – ein Slogan, der verdächtig nach einer nächtlichen Sofa-Abverkaufs-Werbung klingt, komplett mit atemlosem Voiceover und dramatischem Saxophon.

Rachel Reeves möchte vermitteln, dass sie es versteht: Trotz all des politischen Lärms und des Westminster-Psychodramas bleiben die Lebenshaltungskosten das Thema Nummer eins für Millionen von Familien. Die Minister genießen es daher, mit politischen Maßnahmen voranzukommen, von denen sie hoffen, dass sie den Menschen helfen, anstatt sich in der Öffentlichkeit zu zerfleischen.

Sir Keir Starmer präsentiert heute in der Times seine wirtschaftliche Gesamtvision und preist stolz eine 'aktive und interventionistische' Regierung an, während er auf ein neues Handelsabkommen mit sechs Golfstaaten verweist. Führende Persönlichkeiten heben auch sonnige Makronachrichten hervor, die im jüngsten politischen Sturm untergegangen sind: Die Wirtschaft wächst schneller als erwartet, und die Inflation fällt schneller als erwartet.

Das eigentliche Verkaufsargument – die politischen Ideen, von denen die Minister hoffen, dass Sie sie bemerken – umfasst Neuigkeiten zur Kraftstoffsteuer, einen Plan zur Sicherstellung ausreichender Kerosinvorräte für die Sommerferien und kostenlose Busfahrten für Kinder in England im August. Was Sie heute nicht sehen werden, ist ein großer Eingriff bei den Energiekosten.

Die Begründung: Wir steuern auf den Sommer zu, wenn die Rechnungen niedriger sind, daher liegt der Fokus auf der Notfallplanung für den Winter. In der Regierung herrscht zudem die feste Überzeugung, dass eine Wiederholung der universellen Energiepreisobergrenze der Konservativen – Liz Truss' berüchtigter 'massiver ungezielter Zuschuss' – unbezahlbar und unverantwortlich wäre, angesichts der Auswirkungen auf die öffentlichen Finanzen. Wie ein Regierungsvertreter es formulierte: 'Ein massiver ungezielter Zuschuss würde die Menschen auf unterschiedliche Weise belasten.'

Daher wird jede Winterhilfe gezielt erfolgen – allerdings bleibt ein Rätsel, wer mit welchem Unterstützungsniveau bedacht wird. 'Wer weiß, wo wir im Oktober stehen werden', ist das Mantra, das man von Leuten in der Regierung hört. Es ist eine Unwägbarkeit, nicht nur wegen der internationalen Lage und ob Treibstoff frei durch die Straße von Hormus fließt, sondern auch wegen der innenpolitischen Lage. Nicht zuletzt: Wer bis dahin Schatzkanzler sein könnte.