Die Polizei in der österreichischen Region Burgenland hat eine ziemlich dringende Warnung herausgegeben, nachdem in einem Glas HiPP-Karotten-Kartoffel-Brei Rattengift gefunden wurde. Das Glas wurde von einem Kunden gemeldet, dessen Baby glücklicherweise die verunreinigte Mahlzeit nicht zu sich genommen hatte. Die Behörden bestätigten, dass das Glas manipuliert worden war und gehen davon aus, dass mindestens ein weiteres vergiftetes Glas im Umlauf ist, was sie veranlasste, Anleitungen zur Erkennung eines manipulierten Produkts herauszugeben. Sie haben nicht bestätigt, ob es sich um einen Erpressungsversuch handelt, aber die Warnung ging von deutschen Ermittlern aus, wobei auch in der Tschechischen Republik und der Slowakei manipulierte Gläser beschlagnahmt wurden.
Als Reaktion darauf rief HiPP am Samstag seine gesamte Palette an Gläserbreien zurück, die in Spar-Supermärkten in Österreich verkauft wurden, und erklärte, der Verzehr könne 'lebensbedrohlich' sein. Das deutsche Unternehmen beeilte sich klarzustellen, dass dieser Rückruf 'nicht auf einen Produkt- oder Qualitätsmangel unsererseits zurückzuführen' sei, und betonte, die Gläser hätten seine Fabrik in 'einwandfreiem Zustand' verlassen. Stattdessen führte HiPP die Situation auf 'eine kriminelle Handlung zurück, die von den Behörden untersucht wird'. Das Unternehmen merkte an, dass in Österreich, der Tschechischen Republik und der Slowakei vereinzelte Fälle von manipulierten Gläsern beschlagnahmt worden seien, wobei die Behörden feststellten, dass der Inhalt Rattengift enthielt.
Spar hat die Babynahrung der Marke vorsorglich aus seinen Geschäften in anderen Ländern entfernt, und die österreichischen Behörden haben eine hilfreiche Checkliste für Verbraucher bereitgestellt. Eltern wird geraten, auf beschädigte oder geöffnete Deckel, fehlende Sicherheitsversiegelungen, ungewöhnliche Gerüche oder einen weißen Aufkleber mit einem roten Kreis auf dem Glasboden zu achten. Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit warnte Eltern, einen Arzt zu konsultieren, wenn ihre Kinder nach dem Verzehr der Nahrung Anzeichen von Blutungen, extremer Schwäche oder Blässe zeigen. Kunden werden gebeten, HiPP-Gläser, die bei Eurospar, Interspar und Maximarkt gekauft wurden, nicht zu verzehren und sie für eine Rückerstattung zurückzugeben, was über 1.500 Spar-Geschäfte in Österreich betrifft.
Die Polizei betonte, dass in anderen Geschäften verkaufte Babynahrung nicht betroffen ist, und auch Einzelhändler in der Tschechischen Republik und der Slowakei haben vorsorglich alle HiPP-Babybreigläser aus dem Verkauf genommen. Dieser beunruhigende Vorfall ereignet sich nur wenige Monate, nachdem zwei andere große Babymarken ihre eigenen Verunreinigungskrisen durchgemacht haben. Im Januar und Februar riefen Nestlé und Danone ihre Säuglingsnahrung in mehr als 60 Ländern, darunter das Vereinigte Königreich, zurück, nachdem Babys durch bestimmte Chargen erkrankt waren, die mit dem Toxin Cereulid verunreinigt waren. Die britische Gesundheits- und Sicherheitsbehörde berichtete, dass mindestens 36 Säuglinge in Großbritannien eine nicht lebensbedrohliche Lebensmittelvergiftung durch die kontaminierte Formel erlitten, ein Toxin, das durch Kochen oder Milchzubereitung nicht zerstört wird.