Penelope Keith, die im Alter von 86 Jahren gestorben ist, wurde zu Recht berühmt für ihre vornehme Arroganz mit einem Schuss Boshaftigkeit in TV-Sitcoms wie *The Good Life* und *To the Manor Born*. Aber ein Kollege aus ihren frühen Tagen am Lincoln Theatre Royal kann bestätigen, dass die raffinierte komische Technik keine Show war: Er erinnert sich, wie sie eine umfangreiche Gemäldeausstellung im Theaterfoyer musterte und majestätisch kommentierte: „Vielbeschäftigte Dame!“, bevor sie hinausrauschte. Ein solcher Stil und solche Selbstsicherheit bei einer 23-Jährigen waren selten.

Die Boshaftigkeit war auch von Anfang an da. Am RSC in den frühen 1960er Jahren erlangte sie selbst als eine der Statisten in *Julius Caesar* Berühmtheit: Als Mark Anton die Bürger aufforderte, ihm ihre Ohren zu leihen, durchdrang ihre Stimme die Menge mit dem Ruf: „Haste mal ’n Ohr.“ Sie war eindeutig für Größeres bestimmt und spielte tatsächlich eine scharfzüngige Mordopferin in dem ersten Stück, das der Guardian-Kritiker 1971 rezensierte.