Nach 14 langen Jahren auf dem Mars könnte man meinen, Curiosity hätte schon alles gesehen. Aber nein – diese Woche stolperte der Rover über etwas wirklich Neues: breite, flache Gruben, die das Grundgestein übersäen. Nicht die üblichen Gruben, die zurückbleiben, wenn Knollen oder Kiesel verwittern – die sind Schnee von gestern. Diese waren breiter, flacher und auffällig frei von den Objekten, die sie angeblich geschaffen haben. Natürlich war das Wissenschaftsteam ganz aufgeregt und richtete MAHLI und Mastcam auf die mysteriösen Löcher in einem verzweifelten Versuch herauszufinden, welches Gesteinsdrama diese Hohlräume hinterlassen hat.

Das 'typische' Grundgestein war derweil alles andere als langweilig. Mastcam und ChemCam untersuchten geschichtete Gesteinspakete, die über kurze vertikale Distanzen Textur und Struktur ändern – möglicherweise ein Hinweis auf Ablagerungsbedingungen, die sich schneller ändern als die Stimmungsschwankungen eines Teenagers. ChemCam, MAHLI und APXS untersuchten außerdem graue, raue, widerstandsfähige Schichten, die eindeutig nicht zum Wirtsgestein passten und auf eine gewisse chemische Exotik hindeuteten. Und weil Curiosity einem glänzenden Kiesel nicht widerstehen kann, feuerte ChemCam auf einen der grauen Geröllsteine, die herumlagen, in der Hoffnung zu erfahren, woher diese kleinen Reisenden kamen.

In der Ferne wurde der 'Cordillera'-Hügel mit einem vollständigen Mastcam-Mosaik paparazzi-mäßig abgelichtet, während ChemCam auf bestimmte Horizonte zoomte. Die 'Tolhuaca'- und 'Potosí'-Hügel, weiter südlich im 'Valle Grande', standen ebenfalls auf dem Programm, wobei ChemCam nach Kreuzschichtung suchte und das dunkle Material untersuchte, das Potosí bedeckt.

Und weil der Mars einem nie Ruhe gönnt, blieb das Umweltwissenschaftsteam beschäftigt und überwachte einen möglichen regionalen Staubsturm mit einer höheren Kadenz von REMS-, Mastcam- und Navcam-Aktivitäten als üblich. Bis zum Ende der Woche schien der Sturm zu verebben – denn selbst die Staubstürme des Mars können die Dramatik nicht aufrechterhalten.

All dies wurde erreicht, obwohl ein Planungstag wegen eines verlorenen Downlinks verloren ging. Denn was wäre eine Mars-Mission ohne einen kleinen Kommunikationsaussetzer, um die Dinge interessant zu halten?