Als Sadiq Khan vor über sieben Jahren die Ultra-Low Emission Zone (Ulez) in London einführte, wurde er beschuldigt, einen Krieg gegen Autofahrer zu führen. Jetzt zeigt eine Studie, dass die Kinder der Stadt besser atmen, und die Kritiker sind verdächtig still geworden.

Die Ulez, die 2019 im Zentrum Londons startete und bis 2023 auf die gesamte Stadt ausgeweitet wurde, ist die größte Umweltzone der Welt. Sie stieß auf heftigen Widerstand. Kritiker behaupteten, es handele sich um eine blinde Verfolgung einer Politik, die vielleicht nicht einmal funktioniere, und alle etablierten politischen Parteien, einschließlich Khans eigener Labour-Partei, waren dagegen. Doch wie Khan anmerkt, sind diese Kritiker seitdem verstummt, und das aus gutem Grund.

Eine Fülle von Beweisen zeigt nun, dass die Ulez die Luftverschmutzung in London drastisch reduziert hat. Eine Forschung des Imperial College London von Anfang dieses Jahres ergab, dass die geschätzten Todesfälle im Zusammenhang mit Luftverschmutzung in der Hauptstadt zwischen 2019 und 2024 um etwa 40 % zurückgegangen sind. Nun zeigt eine neue unabhängige Studie der Queen Mary University of London, dass die Zone auch die Lungen der Londoner Kinder verbessert, mit besserer Lungengröße und -funktion.

Khan, der die Ulez als seine schwierigste Entscheidung als Bürgermeister bezeichnet, besteht darauf, dass es nicht darum ging, Autofahrer anzugreifen, sondern sicherzustellen, dass Kinder keine gefährlichen Schadstoffwerte mehr einatmen. Die Studie, so sagt er, zeige, dass die Politik funktioniere und die jüngsten Bewohner der Stadt davon profitierten. Wer hätte gedacht, dass sauberere Luft gut für einen sein könnte?