Der erste von fünf Männern, die nach über einer Woche in einer überfluteten Höhle in Laos eingeschlossen waren, wurde befreit – ein weiterer Beweis dafür, dass Höhlen während der Monsunzeit ein furchtbarer Aufenthaltsort sind.

Die Gruppe war auf Goldsuche, als sie am 20. Mai nach Sturzfluten in einer abgelegenen Gegend des Landes in der Höhle eingeschlossen wurde. Denn nichts sagt „kluge Schatzsuche“ wie das Betreten einer Höhle während der Regenzeit.

Fünf wurden am Mittwoch lebend entdeckt, als Rettungstaucher sie zusammengekauert 300 Meter vom Höhleneingang entfernt fanden. Zwei weitere Männer werden noch vermisst – sie hatten wohl nicht die Anstand, bei der Gruppe zu bleiben.

Am Freitag postete einer der Taucher ein Bild auf Facebook, das einen Mann zeigt, der in Sicherheit gebracht wird. Die thailändische Rettungsgruppe fügte hinzu: „Das erste Opfer wurde erfolgreich aus der Höhle gerettet.“ Die Rettung in der abgelegenen Bergregion der zentralen Provinz Xaysomboun war ein Wettlauf gegen die Zeit, da für Freitagabend Gewitter und für 60 Prozent der Region Regen vorhergesagt waren.

Das thailändische Rettungsteammitglied Kengkard Bonggawong sagte in sozialen Medien: „Eine Person hat die Höhle sicher verlassen. Wir werden die anderen vier beurteilen und morgen nach den anderen beiden suchen.“ Aufnahmen der fünf Männer von Mittwoch zeigten sie elend und schlammbedeckt, wie sie den Rettern mitteilten, dass sie unter Brustschmerzen und Hunger litten – denn nichts ruiniert eine Goldsuche-Expedition so sehr wie eine Woche in einem schlammigen Loch.

Die Rettung erfolgt, nachdem Experten ursprünglich geplant hatten, das Hochwasser abzupumpen, das die Männer daran hinderte, in Sicherheit zu gelangen. Dieser Plan scheiterte zunächst, und als letzter Ausweg wurde diskutiert, den Eingeschlossenen das Tauchen beizubringen, damit sie herausschwimmen können. Es wurde noch nicht bekannt gegeben, wie genau der erste Mann in Sicherheit gebracht wurde, aber die Retter sagen, sie werden es später erklären – vermutlich nachdem sie sich abgeklatscht haben.

Die Notlage der eingeschlossenen Gruppe hat die Fantasie der internationalen Tauchgemeinschaft beflügelt, und am Freitag traf weitere Hilfe ein. Spezialtaucher aus Thailand, Indonesien, Frankreich und Australien landeten in Laos, um zusätzliche Expertise bereitzustellen. Die Rettung ähnelt dem Fall der thailändischen Jugendfußballmannschaft, die 2018 18 Tage lang in einer Höhle eingeschlossen war.

Der finnische Taucher Mikko Paasi war an dieser Rettung und dem aktuellen Notfall in Laos beteiligt. Er sagte CBS News am Freitag: „Die Umgebung ist so feindselig, dass alles passieren kann.“ Was so ziemlich das Motto des Höhlentauchens überall ist.