Matthew, ein alleinerziehender Vater aus Castle Cary, blickt auf einen Sommer, der mehr Stress als Sonnenschein verspricht. Er ist bis zu dreimal pro Woche auf die Gemeinschaftsvorratskammer Millbrook Hub angewiesen – für Windeln, Toilettenpapier und gelegentlich eine Mahlzeit für sich selbst, denn das Essen seiner Kinder hat Vorrang. „Ohne sie wüsste ich nicht, was ich tun würde“, sagte er und fasste die Lebenshaltungskostenkrise in einem einzigen, düsteren Satz zusammen.

Doch die Regale der Vorratskammer werden leerer. Hilfsorganisationen berichten, dass Spenden für Tafeln und Gemeinschaftsvorratskammern auf einem Rekordtief angelangt sind, just als der Somerset Council ein Programm einstellt, das Supermarkt-Gutscheine für Familien mit Kindern in kostenloser Schulverpflegung bereitstellte. Matthew, der wegen seiner Vollzeit-Vaterrolle nicht arbeiten kann, muss nun sein Budget noch weiter strecken – oder Freunde um Hilfe bitten, um seine Kinder zu ernähren.

Die North Bristol and South Gloucestershire-Filiale des Trussell Trust kauft mittlerweile mehr eigene Bestände als je zuvor: eines von vier der 15.045 Pakete, die sie 2025 ausgab. CEO Ellen Wood merkte an, dass auch die Großzügigkeit der Gemeinschaft Grenzen habe. „Wenn dieser Trend noch ein oder zwei Jahre so weitergeht, weiß ich nicht“, sagte sie. Lebensmittellogistik-Manager Loki Stokes fügte hinzu, dass die Bestände noch nie so niedrig waren und der übliche einwöchige Puffer über neun Standorte hinweg zum Luxus werde.

Mark Hutton, der den Millbrook Hub mitbetreibt, macht einen perfekten Sturm verantwortlich: Supermärkte reduzieren Spenden, und alle versuchen, Geld zu sparen. In der Zwischenzeit bot ein Sprecher des Somerset Council den altbekannten Refrain – man erkenne den Druck an, und der Crisis and Resilience Fund (der im April den Household Support Fund ersetzte) stehe zur Verfügung. Für Matthew kann diese Hilfe nicht früh genug kommen.