Von den Sherlock-Holmes-Ablegern bis zu "The Sheep Detectives" – überall im Fernsehen und Kino sind Hobbydetektive am Werk. Aber woher kommt eigentlich das Klischee des Außenseiters, der die Profis überlistet – und wie verhalten sich diese Darstellungen zur Realität?

Im Fernsehen muss man kein Polizist sein, um Verbrechen aufzuklären; die Polizei kann einen einfach als Berater einstellen. Alles, was man braucht, ist die unheimliche Fähigkeit, jedes einzelne Rätsel pünktlich zur nächsten Folge zu lösen. Man kann ein pensionierter Detektiv sein (Monk, Ridley, die vielen Poirot-Ableger) oder ein Bestseller-Krimiautor (Mord ist ihr Hobby, Castle) oder ein Pfarrer (Grantchester) oder ein verurteilter Betrüger auf der Suche nach Erlösung (White Collar, Wild Cards). Man kann ein falscher Hellseher sein (Psych, The Mentalist), ein menschlicher Lügendetektor (Lie to Me) oder ein Privatdetektiv (alle Sherlock-Holmes-Adaptionen und -Ableger sowie Shonda Rhimes' The Residence). Oder sogar, wie in Death Valley, ein pensionierter Schauspieler, der weithin dafür bekannt ist, im Fernsehen einen Detektiv gespielt zu haben.

Das Klischee des "Beraters" – eines hochtalentierten Ermittlers, der nicht zur Polizei gehört, aber mit ihr zusammenarbeitet, um Verbrechen aufzuklären – ist weit verbreitet, so sehr, dass die Popkultur-Website TV Tropes ihm eine eigene Seite widmet: "Kein Dienstausweis? Kein Problem!" Aber in letzter Zeit hat der zeitlose Charakter einen Aufschwung erlebt.