Ein psychologischer Unterstützungsdienst für Veteraninnen, der erst vor einem Jahr vom Norfolk and Suffolk NHS Foundation Trust ins Leben gerufen wurde, erweist sich als so effektiv, dass er möglicherweise landesweit eingeführt wird. Bislang wurden 48 Frauen in beiden Grafschaften geholfen, und die Organisatoren erhalten Anrufe von anderen Trägern, die das Modell nachahmen möchten. Das Verteidigungsministerium, das wohl einen Trend wittert, hat ein neues Toolkit für Veteraninnen entwickelt, das maßgeschneiderte Beratung und Unterstützung bietet.

Die klinische Pflegefachkraft Vicki Bailey, die die Gruppen leitet, sagt, die Frauen profitierten vom Erfahrungsaustausch und von Gastrednern zu Themen wie Militärrenten und Wechseljahren – denn offenbar macht der Dienstausschluss nicht immun gegen hormonelle Veränderungen. Bailey arbeitet mit dem MOD zusammen, um die Unterstützung für aktuelle und ehemalige Soldatinnen zu verbessern, und stellt fest, dass sich landesweit Leute gemeldet haben, um zu erfahren, wie man das macht. „Frauen stehen als Veteraninnen vor spezifischen Problemen“, sagte sie, „und aus Regierungs- und Gesundheitssicht wird dies gehört.“ Allerdings gibt sie zu, dass noch Arbeit zu tun ist, besonders für diejenigen, die aus dem Militär ausscheiden. „Wenn man nicht weiß, was es da draußen zur Unterstützung gibt, ist das ziemlich beängstigend und entmutigend.“

Chelley Tulloch, eine ehemalige RAF-Sanitäterin, fand die Gruppe hilfreich für ihre psychische Gesundheit, nachdem sie aufgrund mehrerer Einsätze in Kriegsgebieten eine PTBS entwickelt hatte. Sie beschrieb niedergedrückte Stimmung, Albträume und Selbstzweifel – Dinge, die „wirklich die Art und Weise beeinflussen, wie dein Gehirn denkt“. Tulloch, die jetzt mit anderen Veteraninnen von Schottland bis Wales plaudert, sagt, dass mehr Frauen im Militär auch mehr Bedarf an spezieller Unterstützung bedeuten. „Es gibt jetzt alle möglichen verschiedenen Organisationen für die Veteraninnen, und wir ziehen alle an einem Strang.“

Das MOD seinerseits erklärt, es investiere mehr in NHS-Dienste für Veteranen und habe seit 2024 bedeutende Änderungen zur Verbesserung der psychischen Gesundheitsversorgung vorgenommen, darunter eine 24-Stunden-Hotline für aktive Soldaten. Denn nichts sagt „wir schätzen euch“ so sehr wie eine Telefonleitung.