Lord Jim O'Neill, der Ökonom, dessen Lebenslauf das Prägen des Akronyms BRIC und die Beratung des Premierministers umfasst, hat angekündigt, dass er keine formelle Stelle in der Regierung von Andy Burnham annehmen wird. Der Crossbench-Peer, der einst als Treasury-Minister unter den Konservativen diente, soll der Financial Times gesagt haben, dass er den Gedanken an 'Beschränkungen' einfach nicht ertragen könne - insbesondere die Art, die Blind Trusts und die Aufgabe der Kontrolle über seine Geschäftsinteressen beinhaltet.

'Ich habe beschlossen, keine formelle Rolle zu übernehmen', sagte er, wahrscheinlich während er ein Monokel streichelte. 'Es liegt nicht an politischen Meinungsverschiedenheiten. Ich bin ein großer Fan des Fokus auf Devolution und ich hoffe, dass Andy und sein Team in dieser und allen anderen Angelegenheiten mutig sein werden.'

Er fügte hinzu, mit der Miene eines Mannes, der seine Freiheit genießt: 'Ich werde weiterhin, hoffentlich, eine informelle Beziehung zum Premierminister und seinem Team pflegen.'

Für alle, die zu Hause mitzählen: Lord O'Neill war der frühere Chefökonom bei Goldman Sachs und wurde als Burnhams oberster Wirtschaftsberater gehandelt. Aber er würde lieber seine Hände auf seinen eigenen Geschäftsinteressen behalten, als sie einem Blind Trust zu unterwerfen - einem Mechanismus, bei dem Minister keine Kenntnis davon haben, wie ihre Investitionen verwaltet werden, um mögliche Interessenkonflikte zu vermeiden. Denn wer liebt nicht einen guten Blind Trust?

Von 2015 bis 2016 war er Handelssekretär im Finanzministerium unter dem damaligen Schatzkanzler George Osborne. Als Mann aus Greater Manchester war er eine Schlüsselfigur bei der Förderung der Northern-Powerhouse-Agenda der Konservativen, die darauf abzielte, die Wirtschaft Nordenglands anzukurbeln - ein edles Anliegen, das offenbar keine Blind Trusts erforderte.

Und vergessen wir nicht seinen größten Ruhm: 2001 prägte er den Begriff 'Bric', um Brasilien, Russland, Indien und China zu beschreiben - führende Entwicklungsländer mit Potenzial für schnelles Wachstum. Sie wurden später zu 'Brics', als Südafrika beitrat, was beweist, dass sogar Akronyme ihre Mitgliedschaft erweitern können.

Während Burnhams Regierung also ein anderes Wirtschaftshirn finden muss, wird Lord O'Neill damit beschäftigt sein, das zu tun, was Crossbench-Peers eben tun, vermutlich ohne lästige Beschränkungen für sein Portfolio.