Die NASA hat ihre Phase-I-NIAC-Auswahl für 2026 bekannt gegeben, und sie sind wie immer herrlich durchgeknallt. Unter den 17 ausgezeichneten Projekten ist Saptarshi Bandyopadhyays „Dimming the Sun (DimSun)“ – das vorschlägt, eine kontrollierbare Staubwolke zu nutzen, um die Sonneneinstrahlung zu reduzieren. Denn warum nicht versuchen, den Thermostat des gesamten Planeten herunterzudrehen?

Weitere Highlights sind David Bugbys „CANVAS“ – eine kombinatorische Architektur für Neomobilität auf der Venus (weil die Venus bekanntlich gastfreundlich ist) und Artur Davoyans „Coilable Stacked Solar Sails“ für Missionen mit sehr hohem Delta-v. Denn normale Sonnensegel sind einfach nicht schnell genug.

A.C. Charanias „EARENDIL“ zielt darauf ab, Astronauten während eisiger, dunkler EVA-Szenarien mit Radioisotopen warm und mit Strom zu versorgen – im Wesentlichen eine Weltraum-Wärmflasche. In der Zwischenzeit wird Jeff Nosanovs „OBLIVIAN“ Schwarze-Loch-Licht mittels Intensitätskorrelation beobachten, was entweder genial oder ein Hilferuf ist.

Weitere Projekte umfassen Quanten-Wind-Lidar für die Planetenforschung, plasmonenverstärkte Radioisotop-Thermophotovoltaik-Stromversorgung für interstellare Missionen und einen Plan, außerirdische Kontinente mittels optischer VLBI zu kartieren. Ja, Exoplaneten wie ein kosmischer Kartograf kartieren.

Das NIAC-Programm der NASA ist berühmt dafür, risikoreiche, aber lohnende Ideen zu finanzieren, die vielleicht nie fliegen werden – aber wenn sie es tun, werden sie spektakulär sein.