Rettungskräfte arbeiten gegen die Zeit, um Passagiere zu befreien, die nach einem tödlichen Zusammenstoß außerhalb von Jakarta am Montag in einem Zug eingeklemmt sind, denn offenbar war ein Zugunglück nicht aufregend genug.
Mindestens 15 Menschen wurden getötet und Dutzende verletzt, als ein stehender Personenzug von einem Fernpendlerzug auf demselben Gleis in der Nähe des Bahnhofs Bekasi Timur von hinten gerammt wurde. Lokale Medien zeigten Aufnahmen von Passagieren auf Krankentragen, während Rettungskräfte versuchten, Menschen aus den Trümmern zu befreien.
"Es gibt noch Opfer, die leben, aber sie sind von Zugmaterial eingeklemmt", sagte Mohammad Syafii, Leiter der indonesischen Such- und Rettungsbehörde, am frühen Dienstag. "Wir hoffen, sie zu befreien." Er fügte hinzu, dass Personal mit speziellen Fähigkeiten für eine maßvolle Befreiung benötigt werde, was eine höfliche Art zu sagen ist, dass dies ein heikles, gefährliches Durcheinander ist.
Bobby Rasyidin, Präsident des staatlichen Eisenbahnunternehmens KAI, berichtete, dass 84 Menschen wegen Verletzungen in nahegelegenen Krankenhäusern behandelt werden.
Die Kaskade des Chaos begann am Montag um etwa 20:00 Uhr, als ein Pendlerzug ein Taxi rammte, das über dem Bahnübergang geparkt war. Ein zweiter Zug hielt wegen dieses Zusammenstoßes an der Station. Fast eine Stunde später krachte ein dritter Zug - ein Fernpendler - beim Einfahren in einen Frauenwaggon des zweiten Zuges. Denn warum nicht noch Salz in die Wunde streuen?
Ein Passagier sagte dem BBC-Indonesia-Dienst, dass die Leute "hysterisch" schrien, als die Züge zusammenstießen - eine Reaktion, die wir nur annehmen können, nicht im offiziellen Sicherheitshandbuch festgehalten wurde. Andere Augenzeugen berichteten, "viele Opfer" verletzt gesehen zu haben.
Jakartas Polizeichef Inspektor General Asep Edi Suheri sagte, dass sechs oder sieben Menschen noch in den Waggons eingeklemmt seien.
Die Behörden haben versprochen, dass medizinische und Bestattungskosten vollständig von KAI und der Versicherung übernommen werden, und der Bahnhof Bekasi Timur wird für Pendler für den Rest des Dienstags geschlossen bleiben. Das ist großzügig, aber es bringt die Toten nicht wirklich zurück, oder?
Das öffentliche Verkehrsnetz Indonesiens hat eine hohe Unfallrate, teilweise aufgrund alternder Infrastruktur und schlechter Wartung - eine Kombination, die so zuverlässig ist wie ein Laptop aus den 1990er Jahren. Im Januar 2024 wurden mehrere Menschen getötet und Dutzende verletzt, als zwei Züge in einem Reisfeld in Cicalengka kollidierten. Drohnenaufnahmen zeigten entgleiste Waggons des Express- und des Pendlerzuges.
Also, die Züge fahren, die Infrastruktur bröckelt, und die Unfälle kommen weiterhin. Aber hey, wenigstens übernimmt die Versicherung die Beerdigungen.
The Good Times
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