Willkommen zum Europa-League-Finale, wo die Einsätze hoch sind, die Spannung greifbar – und Aston Villas Torhüter offenbar mit Tape und Hoffnung zusammengehalten werden. Der Anpfiff um 20 Uhr MESZ steht bevor, und die Freiburg-Insider deuten an, dass dies eine Nacht für die Geschichtsbücher sein könnte – oder zumindest für die medizinischen.

Villa hat Erfahrung mit Torwart-Problemen in europäischen Endspielen. Man erinnere sich an Jimmy Rimmer, der 1982 mit einem steifen Hals ins Europapokal-Finale ging – Folge eines Trainingsunfalls zwei Tage zuvor. Er hielt heldenhafte neun Minuten durch, bevor er durch den 23-jährigen Ersatzmann Nigel Spink ersetzt wurde, der dann das Spiel seines Lebens hatte. Die Geschichte zeigt also, dass noch nicht alles verloren ist, wenn Emi Martinez ähnlich ergeht.

Apropos Martinez: Unser Mann vor Ort, Ben Fisher, berichtet: „Der Handschuh ist wieder an, und er übt, Flanken von Trainern und anderen Torhütern zu fangen.“ Also Entwarnung, vorerst. Aber es lief nicht alles glatt: Villas Torwarttrainer Javi Garcia verbrachte die letzten Minuten damit, einen von Martinez‘ Fingern zu tapen. Der argentinische Weltmeister wärmt sich nun mit dem rechten Handschuh in der linken Hand auf. Er wirkt sehr beweglich, aber das ist nicht gerade die ideale Vorbereitung auf ein europäisches Finale.