Britische Häuser sind so schlecht gegen Hitze, dass sogar Folie auf Fenstern eine 'Strategie' ist
Britische Häuser sind so schlecht gegen Hitze gerüstet, dass die Bewohner zu Alufolie greifen, während Experten vor 'Todesfallen' warnen – und nur die Hälfte der Gemeinden Kühlstrategien vorschreibt.
Sadiq Khans hitzebereiter Plan für London ist eine vernünftige Anpassungsstrategie, die anderen Städten als Vorbild dienen sollte – denn offenbar brauchen wir eine Roadmap, um zu kapieren, dass Häuser keine Todesfallen sein sollten.
„Unser Vertrauen, dass unsere Häuser uns vor der Außenwelt schützen, ist bedroht“, schreibt der Geograf Sam Johnson-Schlee in „Hot House“, seinem aktuellen Buch darüber, wie Hitze das häusliche Leben verändert hat. In diesem Sommer sind hohe Temperaturen unausweichlich geworden. Die Menschen behelfen sich mit provisorischen Lösungen: Vorhänge zugezogen, Folie über Fenster geklebt oder – für die, die es sich leisten können – ein Klimagerät eingesteckt. Planungsexperten warnen, dass bei nur etwa der Hälfte der Gemeinden, die von Neubauten Kühlstrategien verlangen, viele Häuser zu „Todesfallen“ werden, wenn die Temperaturen steigen.
Britische Häuser wurden nicht gebaut, um damit umzugehen. Das historisch milde Klima des Landes erlaubte es Bauträgern, Häuser ohne Isolierung zu errichten, während die Industrialisierung reichlich Kohle lieferte, um bei sinkenden Temperaturen zu heizen. Viele Häuser sind folglich im Winter zugig und im Sommer brütend heiß. Anders als in mediterranen Klimazonen fehlen britischen Häusern Fensterläden und schattige Gemeinschaftsbereiche. Während Ildefons Cerdà, der Stadtplaner Barcelonas, Wohnblocks mit kühlen Innenhöfen und abgeschrägten Ecken entwarf, damit der Wind zirkulieren konnte, zimmerten die viktorianischen Bauherren in Großbritannien Reihenhäuser hoch – viele ohne Querlüftung – und dachten kaum an den Sonnenstand.
Haben Sie eine Meinung zu den in diesem Artikel aufgeworfenen Fragen? Wenn Sie eine Antwort von bis zu 300 Wörtern per E-Mail einreichen möchten, um für die Veröffentlichung in unserer Leserbriefspalte in Betracht gezogen zu werden, klicken Sie bitte hier.
The Good Times
Nachrichten in deinem Posteingang.
Eine sardonische Zusammenfassung, nach deinem Zeitplan geliefert. Kostenlos. Abmelden wann immer du willst.
Schon angemeldet, aber wir landen nie in deinem Posteingang? Schau in den Spam-Ordner und klicke auf 'Kein Spam' (oder 'Aus Spam entfernen'), um uns aus dem Junk-Mail-Fegefeuer zu befreien. Du hilfst damit auch allen anderen.
Öffnest du einen Monat lang keine unserer E-Mails, wirst du automatisch von der Liste entfernt.
Rewrite Article
Select parts to regenerate with a fresh AI pass. Translations will be updated automatically.
Generate AI Image
Creates a sardonic version of the article image using OpenAI.