Zeitungen verklagen OpenAI und Microsoft und behaupten, KI sei eine Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt (und ihre Bezahlschranken)
The Seattle Times und Newsday schließen sich der Klagewelle gegen OpenAI und Microsoft an und bezeichnen KI als 'Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt' - was reichlich ironisch ist, aus einer Branche, die sich seit Jahren selbst kannibalisiert.
Zwei weitere Nachrichtenorganisationen haben beschlossen, sich der wachsenden Klagewelle gegen OpenAI und Microsoft anzuschließen und behaupten, dass ihre journalistischen Inhalte ohne Erlaubnis für das Training von KI verwendet wurden. The Seattle Times und Newsday reichten eine Klage ein, in der sie argumentieren, dass die Journalismusbranche mit dem Aufkommen von KI 'hoffnungslos kaputt' gehen könnte. Denn offenbar war die Branche nicht schon kaputt genug durch Werbeblocker und den Niedergang des Printgeschäfts.
Die Klage beschreibt generative KI als 'eine Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt', die 'genau die Organisationen zerstören könnte', die die Inhalte produzieren, mit denen sie trainiert wird. Mit anderen Worten: KI ist wie ein Parasit, der seinen Wirt verzehrt, aber mit besserer Grammatik. In der Klage heißt es weiter: 'KI-Produkte wie ChatGPT und CoPilot werden als Inhaltsproduzenten angepriesen, aber in Wirklichkeit sind sie unersättliche Konsumenten, die von Menschen verfasste Inhalte verschlingen und der Welt Kopien und abgeleitete Nachahmungen genau dieser ursprünglichen Inhalte zurückliefern, die sie konsumiert haben, um ihre kommerziellen Ziele zu erreichen.' KI ist also kein Schöpfer, sondern ein sehr effizienter Nachahmer, wie ein Papagei mit Juraabschluss.
Bereits 2023 verklagte die New York Times OpenAI und dessen Partner und Investor Microsoft wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen, und andere Publikationen sind dem Beispiel gefolgt, während der Fall weiterging. Die Klage der Seattle Times ist besonders bemerkenswert, weil Microsoft und OpenAI tatsächlich einige journalistische Projekte und Stipendien der Organisation finanziert haben. Nichts sagt 'Wir schätzen Ihre Arbeit' mehr, als die Leute zu verklagen, die einen Teil davon bezahlt haben.
Ein Microsoft-Sprecher sagte gegenüber GeekWire, das Unternehmen sei 'überrascht von der Klage', aber 'immer gerne bereit, sich zusammenzusetzen und Lösungen für diese Art von Streitigkeit zu erkunden'. Überrascht, sagen sie, obwohl dies ein wiederkehrendes Thema wird. Vielleicht waren sie zu beschäftigt damit, Modelle zu trainieren, um die Nachrichten zu lesen.
The Good Times
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