In einem WM-Vorbereitungsspiel, das alles außer einer kohärenten Defensivstrategie bot, besiegte Schottland Curaçao im Hampden Park mit 4:0 – eine Leistung, die man am besten als „vielversprechend, wenn man die Augen zusammenkneift“ bezeichnen kann.

Die Partie begann mit einem absurden Halbzeitmoment, der Charlie Chaplin stolz gemacht hätte: Curaçaos Torwart Room, der sich lautstark beim Schiedsrichter beschwerte, wurde versehentlich von einem Seitenlinien-Regner geduscht. Eine Comedy-Nummer, die immer wieder zündet, und eine passende Metapher für den Nachmittag der Gäste.

Schottlands Abwehr, wie ein Beobachter anmerkte, „ist nicht ganz auf Arsenal-Niveau“. Sie werden in diesem Sommer Chancen zulassen, lasst uns damit abfinden. Aber der Angriff? Nun, das war eine andere Geschichte. Findlay Curtis meldete sich mit einem feinen Abschluss nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung – nicht viel Power, aber darum ging es nicht. Es ging um Präzision, eine saubere erste Ballberührung und den frühen Abschluss.

Lawrence Shankland schnürte einen Doppelpack, inklusive eines herrlichen, knackigen Abschlusses aus zehn Metern, während Ryan Christie einen Elfmeter verwandelte, nachdem Curaçaos Locadia wegen eines Ellbogens vom Platz flog, der weniger „Fußball“ als vielmehr „ungefragte zahnärztliche Untersuchung“ war. Der VAR schaltete sich ein, der Schiedsrichter hatte keine Wahl, und Locadia kochte vor Wut. So eine dumme Aktion.

In der zweiten Hälfte war Schottland überlegen, Christie schlenzte einen Elfmeter in die Mitte – ein kleines bisschen nach rechts, tatsächlich – während Room in die falsche Ecke tauchte. Es stand 4:0. Der eingewechselte Torwart Kelly, der für die letzten 12 Minuten kam, parierte sofort zwei sehenswerte Schüsse und arbeitete mit einer Quote von einer spektakulären Parade pro Minute. Man vergleiche das mit seinem Vorgänger Gordon, der nicht viel zu tun hatte und am Gegentor keine Schuld trug.

Als das Spiel auslief, bekam Simon McMahon „1982-Vibes“ – 5:2 gegen Haiti, ein Rückschlag gegen Marokko, 2:2 gegen Brasilien – aber fragte sich, ob es diesmal reicht, um die K.o.-Runde zu erreichen. Dann können wir alle träumen. Oder zumindest von einer Abwehr träumen, die uns keine Albträume bereitet.