Der Wüsten-Regenfrosch, ein rundlicher Amphib mit stummeligen Beinen, die er eher zum Graben als zum Springen nutzt, wurde von der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) als gefährdet eingestuft. Die Art, die nur in einem schmalen Küstenstreifen Südafrikas und Namibias vorkommt, sieht einem prognostizierten Populationsrückgang von 20% in den nächsten zehn Jahren entgegen, verursacht durch Diamantenabbau, Entwicklungsprojekte wie den Boegoebaai-Hafen und die dazugehörige Eisenbahnlinie sowie Urbanisierung.

Dr. Jeanne Tarrant, Geschäftsführerin von Anura Africa, nennt sie eine völlig einzigartige Art, die sich an die raue Wüstenumgebung angepasst hat und das am wenigsten typische Froschverhalten zeigt – Frösche mögen es normalerweise feucht und tropisch, aber dieser hier lebt in den Dünen. Das berühmte hohe Quietschen des Frosches, das sich wie ein Hundespielzeug anhört und in den sozialen Medien viral ging, ist in Wirklichkeit ein Hilferuf, der oft durch Menschen ausgelöst wird, die ihn mit einem Stock anstupsen. Dies hat zu einem Anstieg der Online-Suchen geführt, wie man einen als Haustier bekommt, obwohl unklar ist, ob tatsächlich Froschdiebstähle stattfinden.

Der Frosch verbringt die meiste Zeit eingegraben im Sand, wobei er seine Hinterfüße als Schaufeln benutzt, um etwa 30 cm tief zu einer feuchten Schicht zu gelangen. Dort kann er monatelang bleiben und von Sauerstoff im Boden leben. Wenn er an die Oberfläche kommt, sucht er nach Wasseransammlungen, die durch kondensierten Nebel entstehen, und nimmt Feuchtigkeit über einen stark vaskularisierten rosa Fleck auf seinem Bauch auf, der wie Löschpapier wirkt. Sein rundlicher Körper hilft tatsächlich, Feuchtigkeitsverlust zu verhindern – ein langer, dünner Körper würde mehr Wasser verdunsten lassen.

Ein Lieblingssnack sind fettreiche Termiten, die der Frosch unwiderstehlich findet, selbst wenn er satt ist, und oft hat er Termitenflügel aus dem Maul hängen. Die Fortpflanzung beinhaltet, dass das Männchen sich mit einem Sekret auf Brust und Unterarmen an das Weibchen klebt, woraufhin das Weibchen eine Kammer gräbt und Eier legt. Unbefruchtete Eier verflüssigen sich, und die Kaulquappen peitschen die Flüssigkeit zu einem Schaum auf, der Sauerstoff einfängt. Naturschützer sagen, der beste Weg, die Art zu schützen, sei, die Sanddünen zu erhalten, in denen sie lebt, da sie nirgendwo sonst auf der Erde vorkommt.