Wenn Sie sich selbst googeln, werden Sie wahrscheinlich ein erschreckend vollständiges Dossier Ihres Lebens finden – Telefonnummern, alte Adressen, entfernte Verwandte – dank Websites, die Sie nie besucht haben. Überraschenderweise stammt dies normalerweise nicht von Hacks, sondern von der völlig legalen Aggregation öffentlicher Aufzeichnungen, App-Analysen und archivierter Social-Media-Profile durch Datenmakler, die dann diese wertvollen persönlichen Daten verkaufen.
Während bezahlte Dienste wie DeleteMe oder PrivacyBee existieren, um die Fußarbeit zu erledigen, können Sie die sisyphische Aufgabe selbst kostenlos versuchen. Theoretisch kontaktieren Sie einfach Datenmakler und fordern die Löschung an. In der Praxis ist es ein fragmentierter Albtraum aus separaten Opt-out-Formularen, Identitätsverifizierungsprozessen (von E-Mail-Bestätigungen bis zu Telefonanrufen) und kniffliger Website-Navigation. Die Federal Trade Commission stellt fest, dass diese „Opt-out-Tools weitgehend unsichtbar und unvollständig sind“. Dies für Hunderte von Maklern zu tun, kann Minuten in Tage verwandeln.
Die rechtliche Landschaft ist ein Flickenteppich, da den USA ein universelles Datenschutzgesetz fehlt. Kalifornien führt mit robusten Gesetzen wie dem California Consumer Privacy Act (CCPA) und dem California Privacy Rights Act von 2020 (CPRA), die Rechte auf Kenntnis, Löschung und Einschränkung der Nutzung persönlicher Daten umfassen. Kalifornien bietet auch die Delete Request and Opt-out Platform (DROP), ein Tool zur Übermittlung einer einzelnen Löschungsanfrage an mehrere registrierte Makler. Andere Bundesstaaten wie Colorado mit seinem Colorado Privacy Act haben starke Gesetze, während New Yorks SHIELD Act sich mehr auf die Forderung nach „angemessenen Schutzmaßnahmen“ konzentriert als auf die Gewährung von Löschungsrechten.
Bevor Sie beginnen, führen Sie eine detaillierte Tabelle, um Websites, Einreichungsdaten und Bestätigungs-E-Mails zu verfolgen. Ihr erster Schritt ist die Identifizierung der Makler, die Ihre Daten halten – eine entmutigende Aufgabe angesichts ihrer schieren Anzahl. Eine empfohlene Ressource ist die Data Broker Opt-Out List auf GitHub, erstellt von der ehemaligen Consumer Reports-Programmmanagerin Yael Grauer, die direkte Links zu Opt-out-Tools bietet und aktiv gepflegt wird.
Auf Makler-Websites wie Spokeo nutzen Sie deren interne Suche, finden Ihr Profil und folgen ihrem Entfernungsprozess – oft mit Kopieren einer URL und Bestätigung per E-Mail. Andere wie Whitepages erfordern möglicherweise Telefonverifizierung. Für einen breiteren Ansatz probieren Sie die kostenlose Permission Slip App von Consumer Reports, die Unternehmen von Taco Bell bis zur New York Times abdeckt, zeigt, welche Daten sie sammeln, und Opt-out-Links bereitstellt. Ihre kostenpflichtige Stufe, Permission Slip Plus für 9,99 $ pro Monat, automatisiert Opt-outs für über 100 Makler.
Vergessen Sie Suchmaschinen nicht: Nutzen Sie Googles Results About You und Microsofts Report a Concern Tool für Bing, um die Entfernung persönlicher Informationen aus Suchergebnissen zu beantragen. Denken Sie daran, Datenmakler sind hartnäckig; die Entfernung ist nicht dauerhaft, daher ist kontinuierliche Überwachung notwendig. Zusätzliche Schritte wie die Verwendung von Wegwerf-E-Mails können die Datensammlung weiter einschränken.