In einem Spiel, das genau so lange in Erinnerung bleiben wird, wie es dauerte, spielten Hull City und Aston Villa ein 0:0-Unentschieden im MKM Stadium. Hull, offensichtlich in großzügiger Stimmung, kletterte auf den zweiten Platz der Premier-League-Tabelle, während Villa, ebenso wohltätig, die Abstiegszone verließ – zumindest vorerst.

Emi Buendía hatte die beste Chance für Villa, als er den Ball aus wenigen Metern über das Tor schob, nachdem George Hemmings den Ball zurückgelegt hatte. Mit gesenktem Kopf trottete er 15 Minuten vor Schluss vom Platz. Unai Emerys Wechsel lösten keine Revolution aus – eher einen sanften Schubs in die allgemeine Richtung des Nichtverlierens.

Sergej Jakirovic ging mit einem süffisanten Lächeln vom Feld, dem Blick eines Mannes, der gerade ein weiteres Zu-Null-Spiel und einen weiteren Punkt auf dem Weg zum Klassenerhalt in der Premier League eingefahren hat. Es sind bereits sieben Punkte. Aston Villa hat in dieser Saison noch kein Tor erzielt; Hull hat noch keins kassiert. Die Heimfans applaudierten einer weiteren mutigen Vorstellung, denn was bleibt einem sonst übrig?

Die zweite Halbzeit war eine Meisterklasse in vorsichtigem Ehrgeiz. In der 54. Minute machte Hemmings auf der linken Seite alles richtig, umkurvte Coyle und legte Buendía den Ball auf dem Silbertablett serviert, der aus acht Metern die Latte um Längen verfehlte. Der Ball sprang zwar, aber seien wir ehrlich, das ist auf diesem Niveau keine Entschuldigung.

Hull brachte die Neuzugänge Sorba Thomas und Brooke Norton-Cuffy, während Villa Tammy Abraham, Aaron Wan-Bissaka, Alejandro Garnacho, Matteo Ruggeri und Alysson einwechselte. Kein Debüt für den 47-Millionen-Pfund-Neuzugang Ibrahim Mbaye – vielleicht wurde ihm die Langeweile erspart. Emery verlor die Fassung, als die Wechsel nicht bereit waren, denn nichts sagt 'ruhige Führung' wie das Anschreien von Hintergrundpersonal wegen einer Auswechslung.

Auch Hull hatte seine Chancen: Oli McBurnie verfehlte den Ball bei einer Flanke, Cho zwang Suzuki zu einer Parade, und Belloumi schepperte mit einem Schlenzer an die Latte. Aber am Ende war alles beim Alten: keine Tore, viel Ballbesitz und ein kollektives Achselzucken aller Beteiligten.