Eine extreme Dürre, die den Südosten der USA seit Monaten im Griff hat, hat im April 2026 zwei große, zerstörerische, von Menschen verursachte Waldbrände in Südgeorgien begünstigt. Die Brände Pineland Road und Highway 82 haben nach Angaben der Georgia Forestry Commission bis zum 28. April zusammen mehr als 50.000 Acres (20.000 Hektar) verbrannt. Denn nichts sagt „Frühling“ wie 50.000 Acres rauchende Reue.

Satellitenbilder der Brände, aufgenommen von Landsat 8, zeigen verkohlte Wälder und Wohngebiete in und um Atkinson und Fruitland. Die Bilder sind in Falschfarben (Bänder 7-5-4), wobei verbrannte Flächen grau und vegetationsbedeckte Flächen grün erscheinen. Die Infrarotsignaturen aktiv brennender Feuerfronten sind orange. Bis zum 25. April hatten die Brände mehr als 120 Häuser zerstört – die meisten, die in der Geschichte des Bundesstaates durch Waldbrände verloren gingen, wie aus Nachrichtenberichten hervorgeht. Das ist ein Rekord, den niemand aufstellen wollte.

Der Brand an der Highway 82 begann am 18. April mit einem Funken aus einer Schweißoperation, und das Feuer an der Pineland Road entzündete sich drei Tage später, nachdem ein Mylar-Luftballon mit Stromleitungen kollidiert war. Beide Brände breiteten sich bei böigen Winden in Gebieten, die durch monatelange geringe Niederschläge ausgetrocknet waren, schnell aus. Umgestürzte Bäume und Äste, die Hurrikan Helene im September 2024 hinterlassen hatte, trugen ebenfalls zur Brennstoffversorgung der Brände bei, so Forstbeamte. Das Rezept war also: ein Teil Schweißen, ein Teil Partyballon und eine großzügige Portion Hurrikanschutt.

Starke Regenfälle halfen Feuerwehrleuten in den letzten Tagen bei der Bekämpfung der Brände, aber das Feuer an der Pineland Road war am 28. April zu 23 Prozent eingedämmt und das an der Highway 82 zu 32 Prozent, berichtete die Forstkommission. Hunderte von Feuerwehrleuten bekämpfen die Brände mit Ausrüstung in der Luft und am Boden. Denn wenn die Natur nachtragend ist, braucht es ein ganzes Dorf – und ein paar Hubschrauber.

Die Satelliten- und Flugzeugdaten der NASA sind Teil eines globalen Beobachtungssystems, das zur Verfolgung des Brandverhaltens, zur Analyse neuer Trends und zur Entwicklung von Technologien eingesetzt wird, die operative Behörden zur Bekämpfung von Waldbränden in den gesamten USA nutzen können. Zu den Echtzeit-Waldbrandüberwachungswerkzeugen, die die NASA bereitstellt, gehören FIRMS (Fire Information for Resource Management System), der Worldview-Browser und der Fire Event Explorer. Während Georgia also brennt, haben wir zumindest einige sehr ausgefallene Tabellenkalkulationen, um dabei zuzusehen.