Die Unternehmensinvestitionen in KI boomen, aber die Flitterwochen sind offiziell vorbei. Gartner hat 2026 zum „Wendepunkt“ erklärt, an dem Organisationen ihre KI-Projekte an strategischen Geschäftszielen ausrichten müssen – was auf Deutsch so viel heißt wie „Zeig uns das Geld, oder wir ziehen den Stecker.“ Während der Druck steigt, den ROI zu beweisen, wenden sich Führungskräfte der agentischen KI zu, in der Hoffnung, dass sie die messbaren finanziellen Ergebnisse liefert, die ihre Aktionäre fordern.
Eine hervorragende Gelegenheit für KI-Agenten bietet sich in der Technikabteilung selbst, wo die IT-Infrastrukturkosten laut McKinsey bis 2030 voraussichtlich um das Zwei- bis Dreifache steigen werden, selbst wenn die Budgets eingefroren bleiben. In den letzten 18 Monaten haben Technikteams – Ingenieure, Entwickler, Architekten und andere Praktiker, die die digitalen Lichter am Laufen halten – Agenten eindeutig eingesetzt. Das ultimative Versprechen von Agenten ist nicht nur die Automatisierung von Aufgaben, sondern die Verwaltung ganzer Arbeitsabläufe, um Geschäftsziele so zu verfolgen, dass Menschen und Agenten zusammenarbeiten. Aber angesichts der Risiken automatisierter Entscheidungsfindung können Teams die Schlüssel nicht einfach übergeben, ohne sicher zu sein, dass Agenten sicher, zuverlässig und geschützt sind.
Unter Technologieexperten zeigt unsere Forschung, dass Teams äußerst zuversichtlich sind, agentische KI bei einer beträchtlichen Anzahl von KI-, Daten- und Cloud-Aufgaben einzusetzen. Wo die Bereitschaft der Agenten nachlässt, liegt das hauptsächlich daran, dass diesen Systemen kein Geschäftskontext zur Verfügung gestellt wird. Je komplexer die Aufgabe, desto mehr Denkfähigkeit benötigt ein Agent – und desto mehr Geschäftskontext. Solche Fähigkeiten zur Kontexterzeugung befinden sich noch in der frühen Entwicklung, insbesondere wenn Unternehmensdaten unordentlich und schwer zu bändigen sind. Menschliche Aufsicht, so stellt sich heraus, bleibt ein entscheidender Erfolgsfaktor.
Im Wissen darum, dass Technikteams für diesen Wandel entscheidend sind, erwarten die von uns befragten Experten, dass das Vertrauen in Agenten mit zunehmender Erfahrung und reiferen Geschäftsumgebungen wächst. „Wenn wir Agenten so entwerfen, dass sie innerhalb derselben operativen Grenzen, Identitätssysteme und Governance-Modelle arbeiten, die Teams bereits verwenden, verhalten sie sich zunehmend wie die Systeme, denen Organisationen bereits vertrauen“, sagt Jeremy Winter, Corporate Vice President und Chief Product Officer bei Microsoft Azure Platform.
Dieser Bericht – basierend auf einer Umfrage unter 300 globalen Technologieexperten – bewertet 101 Aufgaben in KI-, Daten- und Cloud-Workflows basierend auf dem Vertrauen der Befragten in Agenten, die in ihrem Namen handeln. Er untersucht auch, wie Technikteams die Chancen und Herausforderungen agentischer KI sehen, sowie deren Potenzial, ihre Karrieren zu fördern. Das Vertrauen steigt bei messbaren Aufgaben und wächst in Bereichen komplexer Urteilsfindung. Technikexperten sind überwältigend der Meinung, dass Agenten bei der täglichen Arbeit helfen, einschließlich der Optimierung von Prozessen, der Verbesserung der Leistung und der Reduzierung sich wiederholender Aufgaben. Das größte Vertrauen besteht bei der Erstellung von Berichten und Standardcode, mit klaren Möglichkeiten bei mehrstufigen Arbeitsabläufen und fortgeschrittenem Denken.
Daten-Workflows sind das bahnbrechende Gebiet. Technikteams vertrauen Agenten am meisten dort, wo Struktur eine zuverlässige Grundlage für Entscheidungen bietet – Bereiche wie Datenqualitätsüberwachung, Anomalieerkennung in Visualisierungen, Echtzeit-Datenstromüberwachung und Datenprofilierung. Hier können die domänennahen Experten Kontext liefern, damit Agenten handeln und vertrauenswürdige Ergebnisse liefern können.
Lesen Sie den Microsoft Cloud Blog von Amanda Silver, Corporate Vice President von Microsoft 365 Core und Work IQ, der die Bedeutung des menschlichen Eingreifens unterstreicht und wie Systemdenken Karrieren voranbringt. Und für einen tieferen Einblick in Daten-Workflows als bahnbrechenden Anwendungsfall für Agenten besuchen Sie den Fabric Blog, um von Kim Manis, Corporate Vice President of Product für Microsoft Fabric, zu hören.
Dieser Inhalt wurde von Insights, dem kundenspezifischen Content-Bereich des MIT Technology Review, produziert. Er wurde nicht von der Redaktion des MIT Technology Review verfasst. Er wurde von menschlichen Autoren, Redakteuren, Analysten und Illustratoren recherchiert, gestaltet und geschrieben. Dies umfasst die Erstellung von Umfragen und die Datenerhebung.