In einer verblüffenden Wende, die sicherlich niemanden überrascht hat, hat die Universität Cambridge eine Untersuchung gegen Professor Jason Arday angekündigt, den Akademiker, der zuvor als 'Opfer einer abscheulichen Kampagne' verteidigt wurde, trotz wachsender Beweise für das Gegenteil. Die Universität, die zunächst hinter Arday stand – dem jüngsten schwarzen Professor in ihrer Geschichte, mit einer herzerwärmenden Geschichte vom Tellerwäscher zum Millionär – hat offenbar entschieden, dass 'neue Informationen' über seine Qualifikationen und Ehrenämter eine genauere Prüfung rechtfertigen.

Arday, dem vorgeworfen wird, seine Doktorarbeit und einige veröffentlichte Forschungsergebnisse plagiiert zu haben, bestreitet die Vorwürfe. Eine frühere Untersuchung der Liverpool John Moores University, die ihm 2015 den Doktortitel verlieh, fand kein Plagiat, führte die Probleme jedoch auf 'ehrliche und vernünftige Fehler' zurück – eine Formulierung, die das akademische Äquivalent von 'Ups, mein Fehler' suggeriert.

Ardays Reaktion auf die Kontroverse ist charakteristisch philosophisch: 'Ich bin verantwortlich für die Fehler, die ich gemacht habe. Ich halte mich selbst zur Rechenschaft, und andere sollten mich zur Rechenschaft ziehen. Wir sprechen hier über die akademische Welt. Ich habe niemanden ermordet.' Stimmt, Plagiat ist kein Mord, aber es ist auch keine glänzende Empfehlung. Er beklagte auch die 'Grausamkeit' und die 'Positionierung von mir als eine Art Lügner und Fantast' als 'völlig inakzeptabel'.

Die eigene Untersuchung des Guardian deckte Diskrepanzen in Ardays öffentlichen Darstellungen auf, darunter sagenhafte Spendenaktionen und Behauptungen, von maskierten Eindringlingen mit Messern angegriffen worden zu sein – Details, die eher nach einem Blockbuster-Drehbuch klingen als nach einem Lebenslauf.

Cambridges Erklärung, die am Mittwochabend veröffentlicht wurde, schlägt einen Ton feierlicher Pflicht an: 'Die Universität Cambridge hat eine Untersuchung eingeleitet, nachdem neue Informationen über die akademischen Qualifikationen und Ehrenämter von Prof. Arday aufgetaucht sind. Um ein faires Verfahren zu gewährleisten, werden wir uns bis zu dessen Abschluss nicht weiter äußern.' Sie wiesen auch auf 'laufende Beschwerden bezüglich akademischen Fehlverhaltens' hin und betonten die Bedeutung von Gründlichkeit, Universitätsrichtlinien und Arbeitsrecht. Und in Anerkennung des menschlichen Elements fügten sie hinzu: 'Wir erkennen auch voll und ganz an, dass im Zentrum dieser Situation ein Mensch steht, und wir unterstützen ihn weiterhin.'

Man kann nur hoffen, dass diese Unterstützung einen guten Lektor und einen Faktenprüfer beinhaltet.