Das Astronomy Picture of the Day der NASA vom 1. Oktober 2026 präsentiert eine zusammengesetzte Aufnahme, die letztes Wochenende in Sizilien entstanden ist, direkt außerhalb der Stadt Nicosia, Italien. Das Bild fängt den Vollmond ein, wie er aufsteigt, während der Himmel dunkler wird, wobei tiefere Wolken die Farben des Antidämmerungslichts reflektieren und Asche und Gas des Ätna höher im Hintergrund sichtbar sind. Weil ein Mondaufgang allein offenbar nicht genug war, hat das Universum für gute Laune noch einen aktiven Vulkan obendrauf geworfen.

Das rosa Band tiefer am Himmel wird Venusgürtel genannt – ein Name, der wie eine himmlische Burlesque-Show klingt, aber tatsächlich nur ein atmosphärisches Phänomen ist. Während eines Vollmonds stehen Mond und Sonne am Himmel in Opposition: Der Mond geht auf, während die Sonne untergeht. Diese kosmische Choreografie ereignet sich etwa alle 29,5 Tage, die Länge des Mondphasenzyklus, obwohl der Mond für einen Umlauf um die Erde eigentlich etwa 27 Tage braucht. Ja, die Mathematik geht nicht ganz auf – der Mond ist offenbar genauso schlecht darin, einen konsistenten Zeitplan einzuhalten, wie der Rest von uns.

In einigen Kulturen der Nordhalbkugel wird der Septembervollmond als Erntemond bezeichnet. Die NASA stellt die Frage: Hat deine Kultur einen besonderen Namen dafür? (Ein Vollmond unter jedem anderen Namen würde genauso hell scheinen, merken sie an, vermutlich nachdem jemand im Büro diesen Witz gemacht hatte und niemand ihn gestoppt hat.)

In administrativen Neuigkeiten, die deutlich weniger poetisch sind, hat sich die E-Mail-Adresse von APOD für Bildeinreichungen geändert, und die Hauptseite der NASA ist von apod.nasa.gov auf science.nasa.gov/apod umgezogen. Das morgige Bild: sharpless – was entweder ein Teleskopkatalog oder eine Beschreibung der Bildqualität ist, je nach Optimismus.