Guten Morgen. Gestern hielt Keir Starmer eine Rede, von der er hoffte, dass sie einen Schlussstrich unter alle potenziellen Bewegungen innerhalb der Labour-Partei ziehen würde, ihn zu ersetzen, nachdem die Nation seine Partei an der Wahlurne nachdrücklich bestraft hatte. Anscheinend wurde der Strich mit unsichtbarer Tinte gezogen, denn seine Worte reichten nicht aus, um die Unruhe zu besänftigen. Der Druck auf den Premierminister wächst: Über 70 Labour-Abgeordnete fordern öffentlich seinen Rücktritt, und zwei hochrangige Kabinettsminister sollen zu denen gehören, die ihm sagen, er solle einen geordneten Machtübergang überwachen – was politischer Code für 'bitte gehen Sie leise, bevor wir eine Szene machen' ist.

Andernorts in der britischen Politik ist ein neu gewählter Gemeinderat der Reform UK zurückgetreten, nachdem er angeblich auf sozialen Medien die Vergewaltigung einer Sikh-Frau in den Midlands gefeiert, weiße Menschen als 'Herrenrasse' bezeichnet und Muslime als 'Ratten' beschimpft hatte. Man könnte sagen, er hat den 'Reform'-Teil etwas zu wörtlich genommen, aber in die völlig falsche Richtung.

In internationalen Nachrichten hat Donald Trump erklärt, der Waffenstillstand mit dem Iran stehe auf 'Lebenserhaltung' und er erwäge, die militärischen Geleitschiffe der US-Marine durch die Straße von Hormus wieder aufzunehmen, um die iranische Blockade zu beenden. Denn nichts sagt 'Diplomatie' so sehr wie die Entsendung von Schlachtschiffen zu einer Verhandlung.

Inzwischen haben die Haushalte ihre Ausgaben im April so stark gedrosselt wie seit 18 Monaten nicht mehr, da der Konflikt im Nahen Osten Ängste vor einer weiteren Lebenshaltungskostenkrise auslöste, wie ein Bericht einer der größten britischen Banken zeigt. Der Bericht deutet darauf hin, dass Menschen, die sich um Krieg und Inflation sorgen, tendenziell weniger Avocado-Toasts und mehr Dosenbohnen kaufen.

In Gesundheitsnachrichten: Eine Französin, die nach ihrer Evakuierung von einem Kreuzfahrtschiff positiv auf Hantavirus getestet wurde, hatte der Schiffsärztin ihre Symptome gemeldet, aber es hieß, es sei wahrscheinlich nur Angst, so der spanische Gesundheitsminister. Die Moral von der Geschichte: Wenn Sie auf einem Kreuzfahrtschiff krank werden, bestehen Sie auf einer zweiten Meinung – vorzugsweise nicht vom Schiffszauberer.

Und schließlich: Singen, Malen oder der Besuch einer Galerie oder eines Museums helfen Menschen, langsamer zu altern, so die neueste Studie, die ein aktives Interesse an Kunst und Kultur mit verbesserter Gesundheit in Verbindung bringt. Also nur zu, treten Sie einem Gemeinschaftschor bei oder beginnen Sie mit Aquarellmalerei – die Wissenschaft sagt, es könnte Sie davor bewahren, wie eine Rosine auszusehen.