In einer Entwicklung, die so willkommen ist wie eine Möwe beim Picknick, hat Südaustralien seinen ersten bestätigten Fall von H5-Vogelgrippe bei einem Säugetier auf dem australischen Festland gemeldet. Ein Langnasen-Seebär wurde am Mittwoch tot in Beachport an der Kalksteinküste des Bundesstaates gefunden – ein düsterer Meilenstein im unaufhaltsamen Vormarsch des Virus über den Globus.

Dies geschieht unmittelbar nach der Ankündigung des südaustralischen Premierministers Peter Malinauskas über drei Massensterben auf vorgelagerten Inseln, bei denen über 1.000 Kräuselscharben ums Leben kamen. Denn offenbar reichten die Vögel nicht – jetzt weitet das Virus sein Betätigungsfeld auf die Säugetierabteilung aus.

Der hochpathogene Stamm hat bereits weltweit Millionen von Vögeln getötet und ist zuvor auf Säugetiere übergesprungen, darunter See-Elefanten. Jetzt nimmt er die australischen Küsten ins Visier, wobei Langnasen-Seebären und der gefährdete Australische Seelöwe von der Bundesregierung als „sehr hohem Risiko“ durch das Virus ausgesetzt eingestuft wurden. Nicht gerade die Art von Liste, auf der man ganz oben stehen möchte.

Und um die schlechten Nachrichten weiterzuspinnen: Ein kleiner Pinguin, der diese Woche auf Kangaroo Island gefunden wurde, testete ebenfalls positiv auf H5-Vogelgrippe. Wenn Sie also ein Meeressäugetier oder ein Pinguin in Südaustralien sind, könnte es an der Zeit sein, in PSA zu investieren. Oder zumindest in einen sehr langen Schnorchel.