Es hebt immer die Stimmung, wenn die kleine Kompanie, die es kann, es tut. In den letzten 30 Jahren war Puccini ein Eckpfeiler der künstlerischen Vision von Opera Holland Park, mit bemerkenswerten Inszenierungen von Le Villi und Edgar in den letzten Jahren. Nun ist Turandot an der Reihe, das einzige Werk des Komponisten, das ihnen bisher entgangen ist, mit drei konzertanten Aufführungen im hundertsten Jahr der Oper.

Da sie gewaltige Kräfte erfordert, ist es nicht verwunderlich, dass kleinere Unternehmen sie auslassen. Dennoch erwies sich Tony Burkes Orchesterreduktion als mehr als ausreichend, um die klangliche Erhabenheit von Puccinis Partitur auszudrücken. Alle erforderlichen exotischen Schlaginstrumente waren vorhanden, mit genügend Blechbläsern, die Schlagkraft und Eleganz verliehen. Nur das Xylophon des Mandarins zu Beginn und eine schwache elektronische Orgel ließen zu wünschen übrig, eine kleine Spitzfindigkeit angesichts der erstklassigen Darbietung der 41 Spieler der City of London Sinfonia unter dem stilvollen Dirigat von Naomi Woo. Ihre fließende Interpretation hatte die nötige Durchschlagskraft und fand dabei feine Details, die in der vollen Orchestrierung manchmal untergehen.

Regisseurin Eleanor Burke bringt einige durchdachte Ideen auf den Tisch, obwohl Sänger manchmal frustrierend weit vom Publikum entfernt platziert sind und das aufgezwungene Ende, in dem eine verzweifelte Turandot Calaf rundweg zurückweist, wirkt gezwungen.

José de Eça führt eine starke Besetzung als Calaf an, seine Phrasierung geschmeidig und sein Ton ideal italienisch. Nessun dorma war sowohl elegant als auch aufregend, während ein optionales hohes C in der Rätselszene den portugiesischen Tenor kaum ins Schwitzen brachte. Die walisische Sopranistin Fflur Wyn ist eine süß tönende Liù mit einem schönen Pianissimo, strahlend in Signore ascolta und berührend in ihrer Todesszene. Als Turandot hat die französische Sopranistin Anne Sophie Duprels die nötige Feuerkraft in der Höhe, um das Orchester zu übertönen, obwohl ihr an anderer Stelle die Fülle und Stabilität fehlt.

Josef Jeongmeen Ahn, Joseph Buckmaster und Zwakele Tshabalala schufen charismatische und überzeugend kontrastierende Charaktere als Ping, Pang und Pong, die sowohl die Lyrik der Musik als auch ihren sarkastischen Biss hervorhoben. Jihoon Kim ist ein warmherzig resonanter Timur. Wie sie bereits in dieser Saison in La Fanciulla del West gezeigt haben, ist der Chor der Opera Holland Park jedem Chor der Szene ebenbürtig, hier verstärkt durch den enthusiastischen Jugendchor der Kompanie.