Männer aus North Dakota entdecken Vertauschung bei Geburt und verklagen Krankenhaus wegen ‚tiefgreifender Auswirkungen‘
Zwei Männer aus North Dakota entdecken, dass sie 1988 bei der Geburt vertauscht wurden, nachdem ein DNA-Test die Verwechslung aufdeckt; sie verklagen das Krankenhaus auf Schadenersatz für die verlorenen Jahrzehnte.
Zwei Männer aus North Dakota haben eine Klage gegen das Unity Medical Center eingereicht, nachdem sie entdeckten, dass sie vor fast vier Jahrzehnten bei der Geburt vertauscht wurden – denn offenbar liebt das Universum eine gute Verwechslung genauso wie jeder andere.
Kyle Bylin, geboren als Jeremy Morrison, erhielt einen DNA-Test für zu Hause als Weihnachtsgeschenk – was einmal mehr beweist, dass die Feiertage eine Zeit für Familie, Geheimnisse und existenzielle Krisen sind. Der Test verband ihn über eine Genealogie-Plattform mit seiner leiblichen Tante, was ihren Neffen Jeremy Morrison dazu veranlasste, ebenfalls einen DNA-Test zu machen. Die Ergebnisse bestätigten, was niemand vermutet hatte: Die beiden Männer waren von den jeweiligen biologischen Familien des anderen aufgezogen worden.
Laut der Klageschrift waren Bylin und Morrison die einzigen Babys, die am 28. Januar 1988 im Unity Medical Center geboren wurden, nur wenige Stunden auseinander. Die Klage behauptet, dass Krankenhausangestellte die Neugeborenen vertauschten, bevor sie das Krankenhaus verließen, und dass der Fehler nie korrigiert wurde. Das Krankenhaus hat jedoch jede Verantwortung abgestritten und behauptet, es gebe keine Beweise dafür, dass sein Personal die Vertauschung verursacht habe – obwohl es nicht bestreitet, dass die Babys irgendwann vertauscht wurden. Praktischerweise existieren die medizinischen und personellen Aufzeichnungen aus dieser Zeit nicht mehr, und keiner der damaligen Geburtshelfer ist noch dort angestellt. Klassisch.
Bylin hat immer noch das Krankenhausarmband, das ihn fälschlicherweise als Kyle Bylin identifizierte – ein Andenken, das weniger ‚kostbare Erinnerung‘ und mehr ‚Beweisstück A‘ ist. Evelyn Newton, die Bylin als ihren eigenen Sohn aufgezogen hat, sagte der Associated Press: „Kyle ist immer noch mein Sohn – das wird sich nie ändern. Aber ich fühle mich beraubt des Lebens, das ich mit meinem leiblichen Sohn hätte haben sollen. Man kann 35 Jahre nicht zurückholen. Erste Schritte, Autofahren, Heiraten – wie macht man das wieder gut?“
Seit sie die Wahrheit erfahren haben, haben Bylin und Morrison jeweils ihre leiblichen Eltern getroffen und beschrieben die Treffen als „herzlich, aber unbehaglich“ – was wahrscheinlich die Untertreibung des Jahrhunderts ist. Die beiden Männer haben telefoniert, sich aber noch nicht persönlich getroffen. Bylin bemerkte: „Wir haben versucht, uns als Gruppe zu vereinen und einfach anzuerkennen, dass es, egal was passiert, verschiedene Wege gibt, wie dies sozial unangenehm sein kann.“
Während Fälle von Babyvertauschungen selten sind, kommen sie häufiger vor, als man denkt. Laut dem DNA Diagnostics Center gehen bis zu 18 Babys pro Jahr mit den falschen Familien nach Hause – obwohl die meisten fast sofort entdeckt werden. Für Bylin und Morrison dauerte es nur 35 Jahre, ein Weihnachtsgeschenk und eine Klage, um die Dinge zu klären.
The Good Times
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