Kaliforniens Big Sur ist erneut Gastgeber für einen ungebetenen Gast – ein Lauffeuer, das in klassischer Manier über Nacht seine Größe verdoppelt hat und die Anwohner zur Flucht zwang. Das Plaskett-Feuer, das am Dienstag ausbrach, hatte bis Freitag mehr als 5.900 Acres (2.400 Hektar) im Monterey County abgefressen und bleibt, so Cal Fire, herrlich unkontrolliert. Warum sollte es sich auch selbst eindämmen? Die Ursache wird natürlich untersucht, denn das sagt man, wenn man es nicht weiß und das Feuer nicht redet.

Die Feuerwehr hat Hubschrauber und Löschflugzeuge entsandt, um den üblichen Wasserballett-Tanz aufzuführen, aber das steile Gelände und die spärlichen Straßen in der abgelegenen Gegend lassen die Bodentruppen sich fühlen, als würden sie versuchen, ein Feuer in einem Irrgarten zu bekämpfen. Unterdessen setzt das Timber-Feuer im Norden seinen unerbittlichen Marsch durch mehr als 24.000 Acres (9.700 Hektar) fort, mit einer mageren Eindämmung von 21 Prozent. Die Flammen durchbrachen bestimmte Eindämmungslinien, denn für ein Feuer sind solche Linien eher Vorschläge. Rauch und Wolkendecke verhinderten, dass die Behörden die Ausbreitung des Feuers über Nacht kartieren konnten – was auch gut ist: Unwissenheit ist ein Segen, wenn dein County brennt.

Beide Feuer haben zu Teilsperrungen der berühmten Highway 1 geführt, deren Big Sur-Abschnitt eine malerische Route zwischen Los Angeles und San Francisco bietet. Denn nichts sagt 'malerisch' wie eine Straße, die wegen Flammen gesperrt ist. Wenn du also eine Küstenfahrt geplant hast, wähle besser eine andere Route – eine ohne Löschhubschrauber als Straßenattraktion.