Generalist, ein Robotik-Startup, das bis vor kurzem mit der Heimlichkeit eines Geheimdienstes operierte, hat nun eine Bewertung von 3 Milliarden Dollar erreicht, nachdem es zusätzliches Kapital unter der Führung von 8VC eingesammelt hat, wie zwei Personen mit Kenntnis der Finanzierung berichten. Warum auch nicht? Alle anderen tun es ja.

Das frische Kapital beläuft sich auf fast 200 Millionen Dollar, wie aus einer behördlichen Einreichung hervorgeht. Das ist eine nette Erweiterung der 400-Millionen-Dollar-Serie-B, die von Radical Ventures angeführt wurde und die das Unternehmen im Juni bei einer Bewertung von 2 Milliarden Dollar ankündigte. Die Gesamtsumme der Runde beläuft sich nun auf satte 600 Millionen Dollar, was entweder eine Menge Geld ist oder nur ein Dienstag im Silicon Valley.

Generalist und 8VC reagierten nicht auf eine Bitte um Stellungnahme, wahrscheinlich weil sie zu beschäftigt damit waren, ihre Milliarden zu zählen.

Gegründet wurde Generalist 2024 von den ehemaligen Google-DeepMind-Forschern Pete Florence und Andy Zeng sowie dem ehemaligen Boston-Dynamics-Ingenieur Andrew Barry. Frühe Unterstützung kam von 8VC, Radical Ventures, Nvidia, Union Square Ventures, Bezos Expeditions und der KI-Forscherin Fei-Fei Li. Also, Sie wissen schon, ein paar kleine Namen.

Generalist entwickelt ein KI-Basismodell, das mit verschiedenen Robotern arbeiten kann. Das neu veröffentlichte Modell Gen 1.5 ermöglicht es Robotern, neue Aufgaben anhand von Videodemonstrationen zu meistern, die nur 3 bis 12 Sekunden lang sind. Das ist schneller, als die meisten Menschen lernen, ein neues Smartphone zu bedienen.

Das Startup arbeitet mit einer Handvoll Kunden zusammen und nutzt deren Feedback, um das Modell für spezifische Anwendungsfälle anzupassen, so eine Quelle. Denn nichts sagt 'allgemein' so sehr wie die Anpassung an jeden Kunden.

Generalist ist mit seinem Bestreben, ein Gehirn für eine breite Palette von Robotern zu bauen, nicht allein. Zu den Konkurrenten gehören Physical Intelligence (angeblich mit 11 Milliarden Dollar bewertet), das von SoftBank unterstützte Skild AI (mit 14 Milliarden Dollar bewertet) und Genesis AI (das letzten Monat in Gesprächen war, Kapital bei einer Bewertung von 3 Milliarden Dollar aufzunehmen). Es ist wie ein hochriskantes Monopoly-Spiel, aber mit Robotern und echten Milliarden.

Der Finanzierungsschub spiegelt die Wette einiger Investoren wider, dass die Robotik bald ihren eigenen 'ChatGPT-Moment' erreichen könnte, was bedeutet, dass Roboter allgemeine Aufgaben ausführen können, ohne für jede einzelne explizit trainiert zu werden. Da Roboter jedoch nicht mit der gesamten Datenmenge des Internets trainiert werden können wie LLMs, warnen einige VCs, dass ein wirklich allgemeines Robotikmodell noch Jahre entfernt sein könnte. Also müssen wir uns noch etwas länger gedulden, bis unsere Roboterherrscher kommen.