OpenAIs erstes Hardware-Gerät ist Berichten zufolge ein mobiler smarter Lautsprecher mit integrierten KI-Fähigkeiten, der mit ChatGPT synchronisieren und andere KI-Dienste für zu Hause bereitstellen kann. Bloomberg berichtete am Dienstag, dass das Gerät – das sich noch in der Entwicklung befindet – bildschirmlos sein soll und intern als „menschenähnlicher KI-Begleiter, der im Zuhause lebt“ angepriesen wird.

OpenAI hat schon lange behauptet, ein Hardware-Produkt auf den Markt bringen zu wollen – mit Gerüchten, dass es ein eigenes Telefon sein könnte, ein Schritt, der es in Konkurrenz zu Apple bringen würde. Das neu aufgetauchte Gerät klingt wie eine Abkehr von traditionellen smarten Lautsprechern – Quellen beschrieben es Bloomberg gegenüber als mit einer „Persönlichkeit“ ausgestattet und in der Lage, im Laufe der Zeit proaktiv über seinen Besitzer zu lernen und einen persönlicheren Service zu bieten. Die Maschine hätte Zugriff auf das digitale Leben des Nutzers und würde sich unter anderem aus E-Mails bedienen, so die Quellen.

Das Gerät wird seltsamerweise auch als mit „mechanischen Elementen, die sich von selbst bewegen können“ beschrieben, und der Bloomberg-Bericht enthält das Detail, dass das Gerät so konzipiert ist, dass es sich „wie ein Begleiter anfühlt und eine physische Manifestation von OpenAIs ChatGPT wird“. Das Gerät wurde mit Hilfe vieler ehemaliger Apple-Ingenieure entwickelt, die maßgeblich an der „Entwicklung von Produkten wie dem iPhone und dem Mac“ beteiligt waren, schreibt Bloomberg.

Tatsächlich versucht OpenAI vielleicht, eine neue Hardware-Linie zu starten, aber das Unternehmen steckt bis zum Hals in hardwarebezogenen rechtlichen Problemen. Apple verklagte letzte Woche OpenAI und beschuldigte das KI-Unternehmen, seine Geschäftsgeheimnisse gestohlen zu haben. Apple behauptete weiter, dass die Vorwürfe in der Klage nur „die Spitze des Eisbergs“ seien und dass während des rechtlichen Offenlegungsverfahrens weiteres Fehlverhalten aufgedeckt werde. OpenAI hat das Fehlverhalten bestritten.

Unter Berufung auf anonyme Quellen mit Kenntnis von OpenAIs Plänen schreibt Bloomberg, dass das Unternehmen der Meinung sei, sein neues Produkt „weiche erheblich von allem ab, was Apple derzeit auf dem Markt hat“ und dass es „unwahrscheinlich sei, dass es Geschäftsgeheimnisse“ von Apple verletze. OpenAIs Vorstoß kommt, während die Tech-Welt insgesamt aufgeregter über KI-Hardware für Verbraucher wird. Hark, ein von Brett Adcock gegründetes KI-Labor, sammelte im Mai eine überzeichnete Serie-A-Finanzierung in Höhe von 700 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 6 Milliarden Dollar ein, um das zu bauen, was es „persönliche Intelligenz“ nennt – proprietäre KI-Modelle gepaart mit kundenspezifischer Hardware, die als „universelle Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine“ konzipiert ist. Das Unternehmen hat noch keine Details zum Formfaktor seines Geräts bekannt gegeben, was unterstreicht, wie viel Kapital dieser Kategorie nachjagt, noch bevor Produkte ausgeliefert werden.