Der Sommer 2026 serviert Wetter, das selbst den stoischsten Meteorologen nach einem kalten Getränk greifen lässt. Mitteleuropa backt derzeit unter rekordverdächtiger Hitze, wobei Wieselburg in Österreich letzte Woche mit 40,3 °C (104,5 °F) einen neuen Juli-Höchstwert verzeichnete. Das sind nur 0,2 °C unter dem österreichischen Allzeitrekord vom August 2003 – ein Beweis dafür, dass man Rekorde am besten mit Stil bricht.

In der Zwischenzeit hat nicht jeder die Nachricht von extremer Hitze erhalten. Vancouver in Kanada verzeichnete seinen nassesten Juli seit 2016 und den drittnassesten seit 2008, mit insgesamt 33,6 mm Regen. Das klingt vielleicht nicht nach einem Monsun, aber es liegt leicht über dem Klimadurchschnitt von 1991–2020, was mehr über die Trockenheit der Stadt in den letzten Julis aussagt als über eine plötzliche Sintflut.

Im Pazifik gibt der Taifun Dolphin sein Bestes, um wie ein außer Kontrolle geratener Güterzug zu wirken, der auf Japan und Taiwan zurast. Er wurde der fünfte Taifun der Kategorie 5 im Jahr 2026 und liegt bei der Windgeschwindigkeit auf Platz drei, nur hinter den Taifunen Bavi und Sinlaku. Dolphin erreichte am Donnerstag maximale anhaltende Winde von 175 mph (280 km/h) mit einem Kerndruck von 910 mb. Das ist ein Druck, der Barometer zum Weinen bringt.

Besonders alarmierend ist, wie schnell sich Dolphin verstärkt hat. Am 27. Juli war er noch ein tropischer Sturm, aber außergewöhnlich warme Meerestemperaturen von etwa 30 °C befeuerten seine rasche Verwandlung in einen Supertaifun innerhalb von nur 36 Stunden. Seine ungewöhnlich kompakte Struktur half ebenfalls: Hurrikanstärke reichte nur 52 Meilen (84 km) vom Zentrum, verglichen mit dem typischen Radius von 100 Meilen (160 km) für einen Sturm dieser Größenordnung. Es ist, als hätte der Sturm beschlossen, seine gesamte Energie in einen kleinen, verheerenden Kern zu stecken.

Seit Montag wurde Dolphin auf einen Sturm der Kategorie 3 herabgestuft, mit anhaltenden Winden von 125 mph (200 km/h). Er steuert nun auf Okinawa zu, wo er voraussichtlich weiter an Stärke verliert und als Taifun der Kategorie 1 oder 2 auf Land treffen wird. Aber lassen Sie sich von der Herabstufung nicht täuschen – Windgeschwindigkeiten von 80–100 mph (130–160 km/h) werden voraussichtlich den Archipel treffen, was mehr als genug ist, um weitreichende Schäden und Störungen zu verursachen. Und während die Winde des Sturms abnehmen, soll sich sein Windfeld ausdehnen, wodurch sich die Hauptgefahr von zerstörerischen Winden auf Sturmfluten verlagert. Denn warum nicht auch Überschwemmungen in den Mix werfen?