Manchester City hat ein zweites Angebot in Höhe von 122 Millionen Pfund für Elliot Anderson bei Nottingham Forest eingereicht, nur um es wie eine besonders lästige Fliege wegzuwischen. Citys Angebot, das auf ein erstes Gebot von 80 Millionen Pfund für den 23-jährigen englischen Mittelfeldspieler folgt, besteht aus einer garantierten Summe von 106 Millionen Pfund plus 16 Millionen Pfund an möglichen Zusatzzahlungen. Dies hätte bereits Citys eigenen Rekord von 100 Millionen Pfund, die im August 2021 an Aston Villa für Jack Grealish gezahlt wurden, gebrochen, aber Forest-Besitzer Evangelos Marinakis hält an einer britischen Rekordablösesumme von 125 Millionen Pfund vor allen Zusatzzahlungen fest. Dieser Maßstab wurde im letzten Sommer gesetzt, als Newcastle 125 Millionen Pfund von Liverpool für Alexander Isak erhielt, und Marinakis scheint diesem exklusiven Club beitreten zu wollen.
In der Zwischenzeit hat Manchester United wie ein Geier um die Beute eines Rivalen gekreist, aber angesichts der inzwischen astronomischen Ablösesumme bleibt abzuwarten, ob Sir Jim Ratcliffe, Uniteds Fußballchef, grünes Licht für einen Versuch geben wird, City zu überbieten. Quellen deuten darauf hin, dass United sich vielleicht zurückzieht, vielleicht in der Erkenntnis, dass 125 Millionen Pfund viel Geld für einen Spieler sind, der noch nicht einmal eine Weltmeisterschaft bestritten hat.
Apropos: Thomas Tuchel wird voraussichtlich Anderson in der Startelf Englands für das WM-Eröffnungsspiel gegen Kroatien am Mittwoch nominieren. Der deutsche Trainer, ein Realist, der versteht, dass Spieler während des Turniers möglicherweise Transfers abschließen müssen, möchte, dass jedes Geschäft in geordneter Weise abgeschlossen wird, um Englands Chancen nicht zu beeinträchtigen. Dies könnte erklären, warum Hugo Viana, Citys Sportdirektor, sich entschied, das zweite Angebot acht Tage vor dem Kroatien-Spiel zu unterbreiten – um die Ablenkung für Spieler und Land zu minimieren. Da dieses Angebot abgelehnt wurde, könnte Viana nun bis Ende der Woche mit einem dritten und möglicherweise letzten Angebot zurückkehren. Denn nichts sagt 'geordnet' wie ein Last-Minute-Bieterkrieg.