Im Pantheon der Familienporträts gibt es die steifen Studioaufnahmen, die unbeholfenen Strandposen – und dann ist da Hark1karans Meisterwerk: eine Punjabi-Familie in Southall, West-London, lässig posiert mit ihren Dirt Bikes, dem Quad und dem Motorrad des Vaters – denn nichts sagt „Familienwerte“ wie ein Burnout um 8 Uhr morgens am Hochzeitstag.

Hark1karan, ein Londoner mit Punjabi-Wurzeln, knipste dieses Juwel im März 2021, während er für seinen Kurzdokumentarfilm „Zimmers of Southall“ auf der Suche nach Motiven war. Er suchte nach ganz normalen Leuten, die etwas Außergewöhnliches tun – und ob er das fand! Die Protagonisten: zwei Brüder, Rav und Inderjit, die Autos reparieren, und ihr Vater, ein Mann, der offensichtlich mehr als nur den Familiennamen weitergab – er vererbte die Leidenschaft für alles mit Motor.

Die Geschichte: Hark1karan schaute vorbei, um Rav zu treffen, der ein Dirt Bike besaß, und sie versuchten, einen Wheelie zu machen (warum auch nicht?). Dann kam Inderjit auf seinem Quad vorgefahren, das für Offroad-Spielereien genutzt wird. Ihr Vater erklärte drinnen, wie seine Liebe zu Motorrädern und Autos seine Söhne angesteckt hatte. Ihre Mutter bot in wahrer Punjabi-Gastfreundschaft Tee und Snacks an – denn kein Familienbesuch ist komplett ohne eine Kohlenhydrat-Ladung.

Genau dann kam Hark1karan eine brillante Idee: die ganze Familie für ein Gruppenfoto zu versammeln. Der dritte Bruder war leider unauffindbar, aber der Vater holte sein eigenes Motorrad heraus, um das Porträt zu vervollständigen. Das Ergebnis? Ein Familienporträt, das natürlich, warm und einladend wirkt – nicht gezwungen, außer man zählt die aufheulenden Motoren.

Seit diesem Tag hat Hark1karan Kontakt zu der Familie gehalten, wahrscheinlich um zukünftige Burnouts zu dokumentieren und vielleicht noch etwas Tee zu ergattern. Und seien wir ehrlich: Das ist die Art von Familienfoto, die man tatsächlich an die Wand hängen möchte – wenn die Wand das Drehmoment aushält.