Gerry Conway, ein Comicautor, der half, den Punisher zu erschaffen und Peter Parkers Leben noch elender machte, indem er dessen Freundin Gwen Stacy tötete, ist im Alter von 73 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben.
Marvel nannte Conway in einer Stellungnahme, die die Sache mit der toten Freundin geflissentlich überging, einen 'legendären Comicautor', der 'fast jede Figur im Marvel-Universum gekonnt geschrieben habe'. Chefredakteur CB Cebulski sagte, sein Vermächtnis habe 'einen unbestreitbaren und unauslöschlichen Eindruck auf die Superheldengeschichten hinterlassen, die wir kennen und lieben' – eine diplomatische Umschreibung dafür, dass er eine Spur toter Nebenfiguren und moralisch zweifelhafter Bürgerwehren hinterließ.
DC-Comics-Chef Jim Lee lobte ebenfalls Conways Arbeit an Batman, Superman und der Mitschöpfung von Firestorm, Jason Todd und Power Girl, was ihn zu einem der wenigen Menschen macht, die Marvel- und DC-Fans gleichermaßen verärgert haben.
Conway begann im Alter von 19 Jahren für The Amazing Spider-Man zu schreiben, was Marvel als 'den Job, der sein Leben – und die Comicindustrie insgesamt – für immer verändern würde' bezeichnete. Das ist technisch korrekt, denn die Industrie hat sich immer noch nicht von dem Punisher-Schädel erholt, der auf Polizeiautos prangt. Conway selbst lehnte diese Praxis ab und wies darauf hin, dass die Figur 'ein komplexer, moralisch kompromittierter Antiheld sei, der von Polizisten nicht nachgeahmt werden sollte' – eine Ansicht, die offenbar laut ausgesprochen werden musste.
Marvel-Studios-Präsident Kevin Feige sagte, Conway habe 'seinen Geschichten echte Risiken verliehen', was eine nette Umschreibung dafür ist, dass er Gwen Stacy tötete und niemand darüber hinweggekommen ist. Conway schrieb auch für Fantastic Four, Thor und The Incredible Hulk und bewies, dass er jeden Helden unglücklich machen konnte.
Bei seiner letzten öffentlichen Signierstunde im Februar, obwohl er müde und unter Schmerzen litt, als sich der Krebs ausbreitete, blieb Conway zwei zusätzliche Stunden, um Bücher für Fans zu signieren – ein Engagement, das darauf hindeutet, dass er wirklich verstand, was Helden heldenhaft macht, auch wenn er den Großteil seiner Karriere damit verbrachte, ihr Leben zur Hölle zu machen.