In dem, was man nur als Meisterklasse diplomatischer Schleudertrauma bezeichnen kann, hat das Weiße Haus erklärt, dass die Feindseligkeiten mit dem Iran "beendet" seien – eine Behauptung, die Demokraten in den technischsten Begriffen "Bullshit" nennen.
Dieser Live-Blog ist nun geschlossen, aber das Drama bleibt weit offen. Der Iran hat den USA einen neuen Friedensvorschlag unterbreitet, aber Präsident Trump ist offenbar "nicht zufrieden" – denn nichts sagt "Frieden" wie unzufrieden mit dem Friedensversuch der anderen Seite zu sein.
Das Weiße Haus teilte Reuters über Sprecherin Anna Kelly mit, dass es "private diplomatische Gespräche nicht im Detail offenlegen wird", als es nach dem Vorschlag des Iran gefragt wurde, der über pakistanische Vermittler eingereicht wurde. Kelly fügte hinzu: "Präsident Trump hat klargestellt, dass der Iran niemals eine Atomwaffe besitzen darf, und die Verhandlungen werden fortgesetzt, um die kurz- und langfristige nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten zu gewährleisten."
Aber hier wird es lustig: Ein Beobachter bemerkte: "Ich habe aus einigen Briefings, die ich erhalten habe, sowie aus anderen Quellen den Eindruck, dass ein unmittelbarer Militärschlag sehr wohl auf dem Tisch liegt." So viel zur Beendigung.
Dieselbe Quelle beklagte einen "Mangel an kohärenter Strategie", der in einer Anhörung mit Minister Hegseth "sehr lebendig und grafisch" durchgekommen sei. Und natürlich gibt es die eigenen Äußerungen des Präsidenten, die "zwischen scheinbarer Offenheit für Verhandlungen und deren völliger Absage sowie der Androhung der Zerstörung von Zivilisationen hin- und herpendeln." Denn nichts schafft Vertrauen wie die Drohung, die Zivilisation eines Tages zu zerstören und am nächsten Tag um ein Gespräch zu bitten.