Ein Schnappschuss moderner Regierungsführung, Leute. Minister betreiben jetzt Diplomatie per WhatsApp, denn nichts sagt 'souveräne Entscheidungsfindung' so sehr wie ein Daumen-hoch-Emoji und ein schlecht getimtes Meme. Die laufende Durchforstung von rund 1.500 Seiten durchgesickerter Dokumente hat ergeben, dass Pat McFadden, jetzt Arbeits- und Rentenminister, einige schonungslos ehrliche Dinge über die Zurückhaltung seiner eigenen Partei bei der Kürzung von Sozialleistungen zu sagen hatte. In einer Nachricht an Lord Mandelson schrieb er: 'Jedes Treffen, das ich habe, dreht sich um die Frage: Wen können wir besteuern, um anderen Leistungen zu zahlen? Sie stellen die falschen Fragen.' Das ist die Art von Offenheit, die man sonst nur von betrunkenen Onkeln auf Hochzeiten hört.
Für diejenigen, die auf eine saftige Hintergrundgeschichte zu Mandelsons Ernennung zum Botschafter in Washington gehofft hatten, schweigen die Dokumente leider. Aber der politische Schaden ist bereits angerichtet. Die Autorität des Premierministers, die nach den Wahlergebnissen des letzten Monats und dem laufenden Führungswettbewerb direkt unter seiner Nase bereits schneller ausläuft als ein iPhone-Akku von 2010, muss sich nun mit dem 'Bumerang der schlechten Nachrichten' der Mandelson-Saga auseinandersetzen. Es ist ein Bumerang, der immer wieder zurückkommt, um ihn zu treffen, und bei diesem Tempo werden Sir Keir Starmers Memoiren ein ganzes Kapitel mit dem Titel 'Der, der entkommen ist (nach Washington)' haben. Abonnieren Sie unseren Politics Essential Newsletter, um über das Innenleben von Westminster und darüber hinaus auf dem Laufenden zu bleiben – denn Sie haben offensichtlich nicht genug Drama in Ihrem Leben.