Barbara Kemp, 70, schlägt immer noch drei Tage die Woche als Praxisleiterin für einen Finanzberater die Stunden, weil die staatliche Rente allein nicht ausreicht, um ihre Miete und Lebenshaltungskosten zu decken. Sie würde lieber arbeiten, als auf Sozialleistungen angewiesen zu sein, gibt aber zu, dass die Zukunft 'sehr unsicher' wirkt, es sei denn, sie wird gekündigt. Kemp unterstützt auch ihren Ehemann, der aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten kann.
Dr. Andrea Barry vom Centre for Ageing Better stellt fest, dass mehr Menschen länger arbeiten, teils weil sie länger leben und das Renteneintrittsalter gestiegen ist. Frauen sind überproportional betroffen, da sie oft Teilzeitjobs ohne Rentenansprüche hatten oder Pflegeverantwortung trugen, die sie aus dem Arbeitsmarkt fernhielt. Während einige über das Rentenalter hinaus arbeiten wollen, haben andere 'keine Wahl' aufgrund der Lebenshaltungskosten, fehlender Ersparnisse und steigender Mieten.
Jackie Haynes, 80, liebt ihren Teilzeitjob als Aktivitätenkoordinatorin in einem Pflegeheim, in dem einige Bewohner jünger sind als sie. Sie braucht das Geld nicht – sie hat private Renten und besitzt ihr Haus –, schätzt aber die Freundschaft und den Sinn. Mike Sandford, 78, arbeitet als Vollzeit-Maschinenbauingenieur, weil er 'extrem besorgt' über die psychischen Auswirkungen des Ruhestands ist, nachdem er Gleichaltrige gesehen hat, die den ganzen Tag nichts tun außer vor dem Fernseher zu sitzen und Wein zu trinken.