Apple plant Berichten zufolge, Siri ein Privacy-Makeover zu verpassen, das Ihre Chats schneller verschwinden lässt als Ihre Neujahrsvorsätze. Laut Bloombergs Mark Gurman wird der Cupertino-Riese auf der Worldwide Developers Conference im Juni eine überarbeitete Siri vorstellen – und das große Verkaufsargument ist, dass sie sich irgendwann an das erinnert, was Sie gesagt haben.

Im Rahmen seiner längst überfälligen KI-Relevanzkampagne werden Apple-Manager argumentieren, dass ihr Ansatz datenschutzfreundlicher sei als der der Konkurrenz – was ein bisschen so ist, als würde man behaupten, der eigene Limonadenstand sei weniger zuckerhaltig als die Coca-Cola-Fabrik. Die neue Siri wird Berichten zufolge als eigenständige App kommen, die von Google Gemini betrieben wird und ein ChatGPT-ähnliches Erlebnis bietet – mit einem entscheidenden Unterschied: Sie wird strengere Grenzen dafür haben, wie lange sie Ihre Daten nutzen und speichern kann.

Konkret sagt Gurman, dass Siri eine Funktion ähnlich der Nachrichten-App enthalten wird, mit der Benutzer Unterhaltungen nach 30 Tagen oder einem Jahr automatisch löschen können – oder für immer behalten, wenn Sie Ihren digitalen Geist heimsuchen lassen wollen. Natürlich könnte dieser Fokus auf Privatsphäre auch als praktische Ausrede für Siris anhaltende Unfähigkeit dienen, grundlegende Anfragen zu verstehen, während bequemerweise übergangen wird, dass Google einen Teil der Sicherheit übernimmt. Denn nichts sagt 'Privatsphäre' so sehr wie die Übergabe Ihrer Daten an das weltweit größte Werbeunternehmen.