Es ist wieder diese magische Jahreszeit, in der Fußballvereine wie Schnäppchenjäger beim Winterschlussverkauf umherwuseln, nur dass die Waren Menschen sind und die Zahlungspläne Leihgeschäfte und Rekordablösen beinhalten. Die heutige Ausgabe von 'Wer geht wohin und warum dauert das so lange' bringt uns Nick Woltemade, der kurz vor einem Leihwechsel von Newcastle zu Juventus steht – ein Jahr nach seiner Ankunft auf Tyneside für eine Vereinsrekord-Ablöse von 69 Millionen Pfund. Denn nichts sagt 'langfristige Planung' so sehr wie 69 Millionen für einen Spieler auszugeben und ihn zwölf Monate später zu verleihen.

Währenddessen verhandelt Everton mit Monaco über einen Deal zur Verpflichtung von Folarin Balogun, nachdem sie sich darauf geeinigt haben, Beto an Fiorentina zu verkaufen. Es ist das klassische Fußball-Transferkarussell: Ein Stürmer raus, ein anderer rein, und alle tun so, als wäre das alles Teil einer großen Strategie.

Aber der wahre Kopfschmerz kommt von Liverpool, wo die verständliche Aufregung über Bradley Barcolas bevorstehende Ankunft für 123 Millionen Pfund von Paris Saint-Germain durch die wachsende Sorge über die Lücken in Iraolas Kader getrübt wird, die ungefüllt bleiben. Insbesondere Rechtsaußen, Rechtsverteidiger und zentrales Mittelfeld – Positionen, die schmerzlich offengelegt wurden, als Liverpool sich zu einem späten 2:2-Unentschieden gegen Nottingham Forest kämpfen musste. Iraolas Zitat sagt alles: 'Wir wissen nicht, wie der Kader am 2. September aussehen wird.' Wir auch nicht, Trainer. Wir auch nicht. Aber wir sind uns ziemlich sicher, dass es vor der Frist am Dienstag mehr als nur Flügelspieler braucht.