Spanisches Startup FOSSA sammelt 10,5 Millionen Dollar für souveränes Satellitennetz – weil jeder sein eigenes Weltrauminternet braucht
Das spanische Startup FOSSA Systems hat 10,5 Millionen Dollar eingesammelt, um ein souveränes Satellitennetz aufzubauen – denn offenbar ist ein eigenes Weltrauminternet der neue Nationalsport.
TAMPA, Florida – Das spanische Startup FOSSA Systems hat rund 10,5 Millionen Dollar aufgebracht, um sein Konnektivitätsnetz auszubauen – mit ein wenig Hilfe eines staatlich geförderten Technologie-Investmentvehikels. Denn nichts sagt „souveräne Kommunikation“ so sehr wie ein Scheck der Spanischen Gesellschaft für Technologische Transformation (SETT).
Die Unterstützung durch die SETT kommt ein Jahr, nachdem der Fonds 14 Millionen Euro in Spaniens Sateliot gesteckt hat, das ebenfalls auf Satellitenkonnektivität mit Sicherheits- und Verteidigungsanwendungen abzielt. Offenbar ist Spanien entschlossen, beim Weltrauminternet-Goldrausch nicht außen vor zu bleiben.
Die private Investmentfirma Kibo Ventures führte die Finanzierungsrunde von FOSSA an, wie das sechs Jahre alte Unternehmen am 24. Juni bekannt gab, und erhöhte die Gesamtsumme auf fast 20 Millionen Euro. Das Geld wird FOSSA helfen, von den winzigen Pikosatelliten, mit denen es einst stromsparende Überwachungsgeräte verband, zu größeren Cubesats in niedriger Erdumlaufbahn überzugehen. Denn größere Satelliten bedeuten bessere souveräne Kommunikation und weltraumgestützte Aufklärung, natürlich.
Das Unternehmen, das im Dezember einem NATO-Innovationsbeschleuniger beigetreten ist, um seine zivil-militärischen Technologien voranzutreiben, hat kürzlich ein Büro in Tokio eröffnet – seine erste Expansion außerhalb Europas. Denn warum sollte man seine souveränen Ambitionen auf einen Kontinent beschränken?
„In nur wenigen Jahren haben wir uns von einem Startup zu einem international präsenten Unternehmen mit 25 gestarteten Satelliten und Technologien entwickelt, die auf reale Bedürfnisse industrieller, institutioneller und staatlicher Kunden eingehen“, sagte Julián Fernández, CEO und Mitgründer von FOSSA. „Unser Ziel ist es, FOSSA als europäischen Maßstab für souveräne Weltrauminfrastruktur zu etablieren.“
FOSSA gab bekannt, dass der nächste Satellit in den kommenden Wochen starten soll, mit dem großen Plan, schließlich ein Netz von 140 Raumfahrzeugen aufzubauen, um entfernte Internet-of-Things-Geräte (IoT) weltweit zu verbinden. Denn was ist souveräner, als das IoT zu kontrollieren?
Die Finanzierungsrunde folgt auf eine Welle von Investitionen in europäische Unternehmen in diesem Jahr, die alle darauf abzielen, souveräne Weltraumfähigkeiten zu entwickeln. Das österreichische Antriebs-Startup Gate Space beispielsweise sicherte sich Anfang dieses Monats 6,3 Millionen Euro von einem von der Europäischen Kommission unterstützten Beschleuniger. Denn Weltraum ist der neue Nationalstolz.
Ein von Japans SPARX Asset Management verwalteter Fonds beteiligte sich ebenfalls an der jüngsten Runde von FOSSA, zusammen mit dem portugiesischen Investor Indico Capital und einer Tochtergesellschaft des Schweizer Cybersicherheitsunternehmens WISeKey. Denn selbst souveräne Satellitennetze brauchen Freunde in hohen Kreisen.
The Good Times
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