Ein Samstagabend im Prince of Wales Hospital in Sydney entwickelte sich zu einer Szene, die wahrscheinlich in keiner Krankenpflegeausbildung vorkam: Ein 51-jähriger Patient soll randaliert und mehrere Krankenschwestern, Polizisten und einen Passanten angegriffen haben. Das Handgemenge endete mit einer Krankenschwester mit schwer verletztem Bein, während zwei weitere Pfleger und ein Sicherheitsbeamter ebenfalls Opfer der offensichtlichen Aggression des Patienten wurden.
Laut Polizei hörte der Mann dort nicht auf. Er soll eine Mülltonne benutzt haben, um eine 26-jährige Frau anzugreifen, die versuchte, einen anderen Patienten zu schützen – denn nichts sagt 'Gesundheitskrise' so sehr wie eine Mülltonne als Waffe. Als ein Beamter versuchte einzuschreiten, griff der Patient ihn ebenfalls an, woraufhin die Polizei einen Taser einsetzte und ihn festnahm. Anschließend wurde er in eine gesicherte Einrichtung innerhalb des Krankenhauses verlegt.
Die verletzte Krankenschwester wurde zur weiteren Behandlung aufgenommen, während der angegriffene Polizist, das Krankenhauspersonal und das Mülltonnen-Opfer vor Ort behandelt und entlassen wurden. Der New South Wales Nurses and Midwives' Association rief erwartungsgemäß nach verbesserten Sicherheitsmaßnahmen in Notaufnahmen und wies darauf hin, dass dies nur der jüngste Vorfall in einer Reihe von Gewalttaten sei.
„Wir sind zutiefst beunruhigt über den mutmaßlichen Angriff auf mehrere Krankenschwestern im Prince of Wales Hospital letzte Nacht“, sagte der Generalsekretär der Vereinigung, Michael Whaites. „Krankenschwestern gehen zur Arbeit, um die kranksten und verletzlichsten Mitglieder der Gemeinschaft zu versorgen. Regierung und Arbeitgeber müssen mehr tun, um ihre Sicherheit zu gewährleisten, egal in welcher Situation.“
Ein aktueller Bericht der Vereinigung ergab, dass 88 % der Befragten im vergangenen Jahr Gewalt erlebt hatten, was darauf hindeutet, dass 'heilende Hände' vielleicht etwas Unterstützung brauchen. Frühere Vorfälle umfassen einen Angriff im Juni 2024 am Westmead Hospital, bei dem ein Patient auf Personal eingestochen haben soll, sowie einen Vorfall Anfang April, bei dem eine Frau am Royal Prince Alfred Hospital einen Patienten mit einem Hammer angegriffen haben soll.
Einige Krankenhäuser in NSW haben bereits spezielle psychiatrische Einheiten in Notaufnahmen eingerichtet, um Gewalt einzudämmen, aber die Pflegegewerkschaft sagt, sie werde nach dem Vorfall am Samstag mit der Geschäftsleitung und SafeWork NSW zusammenarbeiten, um weitere Verbesserungen zu identifizieren.