Die NATO hat der deutschen Presseagentur DPA bestaetigt, dass eine Drohne in der Naehe eines ukrainischen Flugzeugs am Flughafen Leipzig/Halle gesichtet wurde - genau die Art von Sache, die einen dazu bringt, die Reiseversicherung zu ueberpruefen. Der Flugbetrieb wurde ueber Nacht kurzzeitig eingestellt nach dem Sicherheitsvorfall, denn nichts sagt 'gute Reise' wie ein unbekanntes Flugobjekt und ein Bombenentschaerfungsroboter.

Die deutsche Boulevardzeitung Bild berichtete, dass fruehe Tests darauf hindeuten, dass die Drohne explosives Material trug, das aufgrund eines defekten Zuenders nicht gezündet wurde. Also, gute Nachrichten: Der Zuender war defekt. Schlechte Nachrichten: Jemand hat versucht, ein Flugzeug mit einer defekten Bombe in die Luft zu jagen. Es ist der Gedanke, der zaehlt, nehme ich an.

Der CEO der DHL Group, Tobias Meyer, sagte, das Logistikunternehmen untersuche den Vorfall ueber Nacht, bei dem auch ein Objekt mit einem seiner Flugzeuge in der Naehe von Leipzig kollidierte. 'Wir haben Plaene fuer solche Faelle und werden versuchen, den Einfluss auf unsere Kunden so gering wie moeglich zu halten', sagte Meyer waehrend einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen. Uebersetzung: 'Wir haben Notfallplaene, aber fragen Sie bitte nicht, was sie sind.'

Der Vorfall in Leipzig betraf hauptsaechlich Frachtflugzeuge, verursachte aber auch Unterbrechungen fuer Passagiere, wobei ein Flugzeug der Fluggesellschaft Marabu Airlines von Mallorca nach Nuernberg umgeleitet wurde. Denn nichts sagt 'Urlaub' wie ein ungeplanter Umweg nach Nuernberg.

Deutsche Medien betonen, dass Leipzig ein wichtiger Knotenpunkt fuer Lieferungen in die Ukraine ist, und die Drohne wurde in der Naehe eines ukrainischen Transportflugzeugs gemeldet. Die SZ merkte an, dass der Flughafen ein wichtiger Knotenpunkt fuer Waffenlieferungen an die Ukraine ist, und 2024 wurde dort ein Brandstiftungsanschlag als Teil eines mutmasslichen russischen Sabotageplans entdeckt. Russland hat jegliche Verbindung bestritten, was niemanden ueberrascht.

In der Zwischenzeit nannte der litauische Aussenminister Kęstutis Budrys Russland einen 'Terrorstaat' nach den juengsten Angriffen auf Kiew, bei denen mindestens 17 Menschen getötet und 44 verletzt wurden. 'Reiner Terror. Die Ukraine braucht mehr Luftverteidigung - jetzt. Jede abgefangene Rakete bedeutet gerettete Leben. Die einzige Sprache, die der Kreml versteht, ist Staerke', sagte er, vermutlich waehrend er den Kopf ueber die Offensichtlichkeit schuettelte.

Naechtliche russische Angriffe trafen auch Epicentr, die groesste ukrainische Einzelhandelskette fuer Heimwerker- und DIY-Produkte. Zwei wichtige Logistikeinrichtungen und eine Fabrik wurden innerhalb von Minuten zerstoert, berichtete Reuters. 'Dies ist ein gezielter Angriff auf ukrainische Fertigung, Logistik, Arbeitsplaetze und die Faehigkeit des Landes, sich zu erholen', sagte Epicentr in einer Erklaerung. Denn nichts sagt 'Erholung' wie ein gesprengter Heimwerkermarkt.

Iryna Chechotkina, Mitbegruenderin des Online-Haendlers Rozetka, sah zu, wie die Arbeit ihres Lebens in Flammen aufging, nachdem drei ballistische Raketen eingeschlagen waren. Wir koennen uns das Gefuehl nicht vorstellen, aber wir sind uns ziemlich sicher, dass es nicht 'Zen' ist.

Die Praesidentin der Europaeischen Kommission, Ursula von der Leyen, verurteilte 'grausame Gräueltaten' Russlands und sagte: 'Wieder wachen wir auf mit den Nachrichten ueber grausame Gräueltaten Russlands durch seine Luftangriffe auf die Ukraine. Russland muss fuer die Zerstoerung bezahlen, die es verursacht hat.' Sie kündigte an, Einnahmen aus immobilisierten russischen Vermoegenswerten zu verwenden, um der Ukraine weitere 1,4 Milliarden Euro zur Verfuegung zu stellen. Denn anscheinend ist das Einzige, was unerbittlicher ist als russische Raketen, die Buchhaltungsabteilung der EU.

Der ukrainische Aussenminister Andrii Sybiha merkte an, dass 'russische Angriffe keinen Sommerurlaub nehmen', was ein Reinfall fuer alle ist, die auf eine saisonale Waffenruhe gehofft haben. 'Die Unterstuetzung fuer die Ukraine und der Druck auf den Aggressor duerfen auch nicht pausieren. Jeder Abfangjaeger zaehlt', sagte er und forderte die Partner auf, Entscheidungen zu beschleunigen und harte Sanktionen zu verhaengen.

Die Ukraine hat nach vorlaeufigen Angaben der Luftwaffe 98 von 115 Drohnen abgeschossen, die ueber Nacht abgefeuert wurden, aber keine Raketen abfangen koennen. Kiew kann mit Drohnen umgehen, ist aber bei der Raketenabwehr weiterhin auf Verbündete angewiesen, berichtete AFP. Praesident Wolodymyr Selenskyj sagte, dass 'Abfangraketen fuer ballistische Raketen das Leben der heute Getoeteten haetten retten koennen', und fügte hinzu, dass Verzoegerungen bei Lieferungen zu 'schrecklichen Verlusten und