Diese Woche bekam das Model Context Protocol (MCP) – ein Open-Source-Standard dafür, wie KI-Systeme mit externen Tools und Datenquellen sprechen – sein größtes Update seit seinem ersten Auftauchen. Die Hauptänderung: Der Protokollkern von MCP ist jetzt zustandslos, was bedeutet, dass Anfragen nicht mehr an eine bestimmte Serversitzung gebunden sein müssen. Übersetzung: Es könnte endlich aufhören, sich wie ein klammernder Ex zu benehmen, wenn man es skalieren will.

Der Blogbeitrag der Hauptbetreuer David Soria Parra und Den Delimarsky (die beide zufällig bei Anthropic arbeiten) sagt: „Das Highlight dieser Veröffentlichung ist ein zustandsloser Protokollkern – MCP verwandelt sich von einem bidirektionalen zustandsbehafteten Protokoll in ein Request/Response-zustandsloses Protokoll. Es war eine der am meisten nachgefragten Funktionen von Entwicklern, die sich nach besserer Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit für ihre MCP-Server sehnten.“

Soria Parra nannte dies auch „MCPs wichtigstes Update seit dem Start von Remote MCP vor über einem Jahr.“ Das Update fügt außerdem Multi-Round-Trip-Anfragen, headerbasiertes Routing, cachebare Listenergebnisse, Härtung der Autorisierung, ein formelles Erweiterungsframework und aktualisierte Tier-1-SDKs hinzu. Im Grunde eine ganze Menge Fachjargon, der hoffentlich darauf hinausläuft, dass es „für große Unternehmen besser funktioniert.“

MCP begann sein Leben als reine Lokalmaschinen-Angelegenheit, die Modelle mit lokalen Apps verband, also stellt diese Spezifikation ein großes Umdenken dar. Es gibt auch eine neue Einstellungspolitik, die mindestens 12 Monate Vorankündigung gibt, bevor Funktionen den Axthieb bekommen (es sei denn, es gibt einen kritischen Sicherheitsfehler, dann sind alle Wetten ungültig). Alles sehr unternehmensfreundlich.

MCP wird jetzt von der Agentic AI Foundation (AAIF) unter der Linux Foundation verwaltet. Anthropic hat es vor fast zwei Jahren eingeführt und hat immer noch erheblichen Einfluss, aber OpenAI, Google, Microsoft und Amazon steuern ebenfalls bei. Es wird von vielen Entwicklertools und zunehmend von Software für Wissens- und Kreativarbeit unterstützt. Die Verantwortung liegt bei einzelnen Betreuern – einige davon, wiederum, sind von Anthropic – aber hey, keine Interessenkonflikte hier, oder?