Guten Morgen. Was für einen Unterschied doch ein neuer Job machen kann. Im Jahr 2022 postete Miatta Fahnbulleh, heute Staatssekretärin für Energiesicherheit und Netto-Null, eine Botschaft, die praktisch der Traum eines Klimaaktivisten war: „Um eine Chance zu haben, die globale Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen, dürfen wir keine neuen Öl- oder Gasfelder erschließen … Es ist unverantwortlich und kurzsichtig, neue #fossileBrennstoffe zu finanzieren, wenn wir zu #NettoNull gelangen müssen.“

Schnellspult in die Gegenwart, und Fahnbulleh, die damals nicht einmal Abgeordnete war, findet sich im Kabinett wieder und starrt auf eine der peinlichsten Fragen der Amtszeit der neuen Regierung: Bohren oder nicht bohren, Baby? Das Rampenlicht liegt auf zwei umstrittenen Nordsee-Standorten. Gestern endete die öffentliche Konsultation zu Jackdaw; nächsten Montag ist Rosebank an der Reihe. Andy Burnham hingegen schweigt zum Klima wie ein Pantomime bei einer Beerdigung, während wir unseren fünften Sommerhitzewelle erleben. Was er als Nächstes tut, wird ein entscheidendes Signal der Absicht sein – oder ein sehr lautes Schweigen.

In anderen Nachrichten, die möglicherweise mit unserer kollektiven Unfähigkeit zusammenhängen, mit dem Verbrennen von Dingen aufzuhören: Kolumbien trauert um über 100 Tote, nachdem ein schweres Erdbeben Westkolumbien erschüttert hat und Gebäude in Cali und Pereira zerstört wurden. Großbritannien ist offiziell ausgetrocknet, fast drei Viertel Englands sind von Dürre betroffen, und vier weitere Regionen wurden ausgerufen, während Europa sich auf seine fünfte klimakrisenbedingte Hitzewelle vorbereitet. Die Polizei untersucht, ob Joshua Kerry, der wegen Mordes an der ehemaligen Politikerin Ann Widdecombe angeklagt ist, auch seine Hand bei einem Einbruchsversuch in Nigel Farages altem Londoner Haus im Spiel hatte. In China hat der Taifun Dolphin über eine Million Menschen in Sicherheit gebracht, als er auf Land traf und Überschwemmungen und Erdrutsche drohten. Und in Russland hat der Oberste Gerichtshof den Wählern hilfreich ihre letzte Anti-Kriegs-Option genommen, indem er das Stimmen gegen den Krieg bei den Septemberwahlen verbot – denn Demokratie ist einfach so viel ordentlicher.