Barack Obamas neuer Podcast ist so gut, dass Sie vergessen, dass er Präsident war
Barack Obama und Malcolm Gladwell tun sich für einen Geschichts-Podcast zusammen, während eine Reise, eine Swinger-Enthüllung, Teegeschichten und eine True-Crime-Ermittlung die besten Hörerlebnisse der Woche abrunden.
Wer hätte 2008 gedacht, dass Barack Obama einer der größten Macher und Beweger im Podcasting werden würde? Der Ex-Präsident steht im Mittelpunkt dieser Serie über die Zeit nach der Sklaverei in den USA, einer Zusammenarbeit mit Malcolm Gladwell für Audible und den History Channel. Sie ist glatt und hervorragend recherchiert, aber es ist das Niveau der Gespräche und die sorgfältige Verbindung der Punkte, die sie so fesselnd machen.
Unterdessen begibt sich John Prideaux, US-Redakteur des Economist, auf eine Reise, um die amerikanische Demokratie zu ihrem 250. Jahrestag zu bewerten, in Anlehnung an die Tour des französischen Aristokraten Alexis de Tocqueville von 1831 – dessen Buch angeblich „das einsichtigste Werk ist, das je über die USA geschrieben wurde“. Es ist eine farbenfrohe Art, sich mit den Ängsten auseinanderzusetzen, ob das Land Trump überleben kann.
In beunruhigenderen Podcast-Nachrichten erzählt die Journalistin Catrin Nye die Geschichte einer Frau, die einer Swinger-Website beitrat, um ihrem Mann zu gefallen – und sagt, sie habe mit mehr als 100 Männern nicht einvernehmlichen Sex gehabt. Es ist grafisch, beunruhigend und spart kein Detail, während Nye das Swingen untersucht, einschließlich Interviews mit den Männern, die es praktizieren. Nicht gerade leichte Kost.
Auf einer leichteren Note erkunden die Historikerin Alice Loxton und der BBC-Mann Ben Henderson die Geschichte des Tees – der der Legende nach 2737 v. Chr. entdeckt wurde, als ein Blatt in das kochende Wasser des chinesischen Kaisers Shen Nung trieb. Das Gespräch wendet sich bald der Gewalt und dem Schmuggel zu, die er provozierte, denn natürlich tut es das.
Schließlich moderiert der Rolling-Stone-Autor Paul Solotaroff die fünfte Staffel der gefeierten True-Crime-Reihe über den Mord an einem 12-jährigen Mädchen im Bundesstaat New York im Jahr 1995. Während die Umstände von Josette Wrights Tod albtraumhaft sind, ist dies eine sorgfältige, kraftvolle Untersuchung, die „die Haut durchdrungen hat und mir keine Ruhe lassen wird“.
The Good Times
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