Minister von Jersey bezeichnet Abschaffung der Steuer auf Periodenprodukte als 'sinnlos' – sagt, Gratisartikel seien gut genug
Jerseys Ministerin Elaine Millar hält die Abschaffung der Steuer auf Periodenprodukte für sinnlos, da es Gratisartikel gibt; Aktivisten und Einheimische widersprechen und nennen es Ungleichheit.
Jerseys Sozialministerin Elaine Millar hat erklärt, dass die Abschaffung der 5% GST auf Hygieneprodukte 'sinnlos' wäre, da die Regierung seit dem Start des kostenlosen Periodenproduktprogramms vor vier Jahren bereits über 500.000 Pfund ausgegeben habe. Aktivisten und Einheimische argumentieren, dass das Programm nicht weit genug gehe, da jeder, der seine eigenen Produkte kauft, immer noch mit der Steuer belastet werde. Millars Gegenargument: Einfach die kostenlosen Sachen benutzen.
Jersey bleibt der einzige Ort auf den Britischen Inseln, der noch Steuern auf Menstruationsprodukte erhebt, obwohl es 2022 knapp war, als Politiker dafür stimmten, die GST abzuschaffen. Die Regierung startete ihr kostenloses Produktprogramm im Oktober 2022, stellte Artikel in öffentlichen Toiletten und Regierungsgebäuden bereit und machte die Steuerabschaffung prompt rückgängig. Millar besteht darauf, dass die Rechnung einfach sei: Bei Ausgaben von 5 Pfund pro Monat für Produkte betrage die GST-Ersparnis nur 25 Pence. Mit Gratisartikeln spare man die vollen 5 Pfund.
Debbie Taylor, Präsidentin von Soroptimist International Jersey, nennt das Programm 'großartig', sagt aber, dass die Besteuerung von Produkten in Geschäften 'ein weiteres Beispiel für Ungleichheit' sei. Sie argumentiert, dass mit einer Regierung, die jetzt mehr Frauen als je zuvor habe, der perfekte Zeitpunkt sei, die Steuer abzuschaffen. Millar hingegen sagt, sie würde die Abschaffung der GST nicht unterstützen, weil sie keinen 'wirklichen Nutzen' bringen würde. Taylor nennt das 'etwas kurzsichtig' und schlägt vor, Frauen per Umfrage zu fragen – sie sei sicher, dass sie mit Ja stimmen würden.
Auf der Straße sind die Meinungen klar. Carole nennt die Steuer 'absolut lächerlich' und weist darauf hin, dass Hygieneprodukte Grundbedürfnisse und keine Luxusgüter seien. Chris sagt, das Gratisprogramm sei eine nette Geste, aber Steuern 'sollten nicht hinzugefügt werden'. Charlie räumt ein, dass die kostenlosen Tampons und Binden in Supermärkten und öffentlichen Einrichtungen 'die Steuer bis zu einem gewissen Grad ausgleichen', aber in einer idealen Welt würden Grundbedürfnisse überhaupt nicht besteuert.
The Good Times
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