In einer schockierenden Wendung, die niemand kommen sah, haben schwere Überschwemmungen in China und Nepal weitreichende Zerstörung und eine steigende Zahl von Todesopfern verursacht, wie UN-Agenturen am Mittwoch mitteilten. Denn wenn es regnet, dann offenbar in Strömen – und zerstört alles auf seinem Weg.

UN-Sprecher Stéphane Dujarric bestätigte mit der Gravität eines Wetteransagers, der einen Hurrikan ankündigt, dass der Generalsekretär über die schweren Überschwemmungen in Nepal und China „traurig" sei, die viele Menschenleben gefordert, Menschen vermissen lassen und weitreichende Zerstörung verursacht haben. Denn das macht Überschwemmung offenbar.

Die UN-Resident Coordinator in Nepal, Lila Pieters Yahia, koordiniert Hilfsmaßnahmen mit Partnern, denn wenn 10.000 Haushalte sofortige Hilfe benötigen, sitzt man nicht einfach herum. Die von der Regierung geführte Reaktion ist in vollem Gange, aber offensichtlich gibt es viel nasse Arbeit zu tun.

Laut OCHA, der humanitären Agentur der UNO, wurden Siedlungen, Märkte, Straßen, Brücken und Wasserkraft-Infrastruktur weggespült oder beschädigt. Straßen sind abgeschnitten, Strom ist unterbrochen – im Grunde genommen, wenn es Infrastruktur war, ist es jetzt entweder schwimmend oder funktionsunfähig.

Die humanitäre Gemeinschaft leistet bereits Nothilfe und bleibt in Bereitschaft, denn offenbar haben sie nichts Besseres zu tun, als Menschen zu helfen. Sie bewerten auch schnell das Ausmaß der Katastrophe, wahrscheinlich mit Klemmbrettern und wasserdichten Stiefeln.

In der Zwischenzeit meldet das UN-Büro in China Schäden und erhebliche Opfer in der Autonomen Region Tibet. Denn warum nicht noch eine Prise geopolitischer Komplexität zu einer bereits durchnässten Situation hinzufügen? Die UNO ist bereit, die von der Regierung geführten Bemühungen in China zu unterstützen, denn internationale Zusammenarbeit ist eine wunderbare Sache.

In Nepal entsendet Save the Children Personal in das von Überschwemmungen betroffene Distrikt Nuwakot, und das nepalesische Rote Kreuz hat 200 Notunterkunftspakete verschickt. Denn wenn dein Haus jetzt ein Fluss ist, ist ein Unterkunftspaket das Nächstbeste.

Die schnelle Reaktion der UNO gehört zu ihren obersten Prioritäten, denn wenn eine Katastrophe eintritt, machen sie offenbar keine halben Sachen. Also hier ein Hoch auf die Flutopfer und auf die UNO, die das tut, was sie am besten kann: mit Hilfe und einer Pressemitteilung auftauchen.