Eine allgegenwärtige und düstere Realität auf US-College-Campus ist das verbreitete Problem sexuellen Fehlverhaltens. Dieser Sammelbegriff, wie von der Quelle definiert, umfasst speziell sexuelle Belästigung, Stalking, Gewalt in Partnerschaften und sexuelle Übergriffe.
Laut dem Bericht haben Studenten eine ziemlich zynische Erwartungshaltung entwickelt, wie ihre Institutionen mit diesen ernsten Problemen umgehen werden. Die vorherrschende Annahme ist, dass, falls ein Student jemals den Mut aufbringt, eine Meldung zu machen, die Reaktion der Universität, gelinde gesagt, eine Fehlbehandlung sein wird.
Diese Erwartung institutionellen Versagens deutet auf einen tiefgreifenden Mangel an Vertrauen in genau die Systeme hin, die dazu dienen sollen, Überlebende zu schützen und zu unterstützen. Es zeichnet ein Bild von Campus, auf denen das Protokoll genauso Teil des Problems ist wie die ursprüngliche Straftat.
Die Situation erzeugt im Wesentlichen einen abschreckenden Effekt, bei dem die Angst vor einem vermurksten Verwaltungsprozess die Meldung ganz verhindern kann, was das verbreitete Problem im Verborgenen weiterbestehen lässt. Es ist ein düsterer Kreislauf, in dem Misstrauen sowohl Symptom als auch Ursache ist.