Winterausfälle bekommen all das Mitgefühl – kalt, nass, dunkel, Reparaturtrupps im Matsch feststeckend. Aber Sommer-Blackouts sind die heimtückischen Schurken der Stromwelt, die häufiger zuschlagen, dank Klimaanlagen auf Hochtouren, Transformatoren, die wie Eis am Stiel schmelzen, und Stromleitungen, die wie eine müde alte Wäscheleine durchhängen. Ach ja, und das gesamte US-Stromnetz wurde damals entworfen, als niemand einen zweiten Kühlschrank besaß und „extremes Wetter“ eine milde Brise bedeutete.
Selbst wenn das Netz hält, schalten die Versorgungsunternehmen vielleicht einfach präventiv das Licht aus – mit Public Safety Power Shutoffs (PSPS) – um nicht versehentlich einen Waldbrand auszulösen. Denn nichts sagt „Sicherheit“ wie Stromausfall bei 100°F Hitze. Und ja, Teile von Kalifornien, Nevada und Arizona werden diesen Sommer voraussichtlich erstmals die 40-Grad-Marke knacken – also macht euch bereit für einen perfekten Sturm aus schwitzigem Elend und flackernden Glühbirnen.
Für ZDNets eigenen tragbaren Strom-Enthusiasten sind Gasgeneratoren raus – sie riechen wie die Achselhöhle eines Rasenmähers, stoßen giftige Dämpfe aus, erfordern ständige Wartung und können spontan explodieren, wenn man sie falsch ansieht. Stattdessen ist das kluge Geld bei tragbaren Kraftwerken und Solarmodulen: eine Box, die man ins Netz oder die Sonne einstecken kann, keine Explosionen erforderlich.
Zuerst müsst ihr eure „kritischen Lasten“ ermitteln – das Zeug, das ihr tatsächlich am Laufen halten müsst. Das sind Lichter, Kühlschrank, Internet (natürlich), medizinische Geräte, Handyladen und vielleicht ein Ventilator, damit ihr nicht zu einem See der Verzweiflung werdet. Alles darüber hinaus – wie ein Margarita-Mixer – ist Luxus. Ihr braucht kein bodenloses Budget; ihr braucht einen Taschenrechner. EcoFlow bietet einen online an, oder ihr macht die Mathematik selbst wie ein Erwachsener.
Durchschnittliche Stromausfälle dauern etwa sechs Stunden pro Jahr, aber das ist, als würde man sagen, der Durchschnittsmensch hat ein Bein – große Katastrophen wie Überschwemmungen oder Hurrikane lachen über eure Durchschnittswerte. Also plant für das Schlimmste, hofft auf das Beste und kauft vielleicht eine Sicherung für eure Sicherung.
Jackerys Sprecher empfiehlt zwei Arten von Nutzern: diejenigen, die ein einfaches Plug-and-Play-Gerät wollen, und diejenigen, die mit Erweiterungsbatterien komplett netzunabhängig werden wollen. Euer bescheidener Autor baut gerade ein Bluetti Apex 300 mit B300K-Erweiterungsbatterien von insgesamt 12 kWh zusammen, plus ein Elite 400 für den mobilen Bedarf. Solarmodule – flexibel oder starr – lassen euch kostenlose Energie ernten, ob das Netz nun steht oder nicht. Ein 200W-Modul erzeugt etwa 0,8 bis 1,2 kWh pro Tag (290-440 kWh pro Jahr), aber der durchschnittliche US-Haushalt verbraucht 30 kWh pro Tag, also braucht ihr entweder viele Module oder ein sehr kleines Haus.
Profi-Tipp: Nutzt Time-of-Use (TOU)-Tarife, um euer Kraftwerk zu laden, wenn Strom billig ist, und entladet es während der Spitzenzeiten. Es ist wie kaufen, wenn es niedrig ist, und verkaufen, wenn es hoch ist, nur mit Elektronen und ohne Börsenmakler. Viele moderne Kraftwerke lassen euch Ladezeiten programmieren – fragt einfach euren Stromversorger, ob sie TOU-Tarife anbieten.
Wenn ihr nicht bereit seid, Tausende für ein komplettes System auszugeben, fangt klein an: Ein kräftiges Powerbank wie das Anker Solix C300 packt 288 Wh, eine 300W-Steckdose und ein Notlicht. Oder haltet einfach ein Powerbank in ständiger Bereitschaft für euer Handy – denn ihr werdet über den Blackout twittern wollen. Wenn ihr ein EV mit Vehicle-to-Home (V2H)-Fähigkeit fahrt – wie einen Ford F-150 Lightning, Nissan Leaf oder Tesla – könnt ihr euer Auto in eine riesige Batterie auf Rädern verwandeln. Lasst einfach ein professionelles V2H-System installieren oder zumindest einen Vehicle-to-Load-Konverter.
Fazit: Von ein paar hundert Euro für die Notfall-Basics bis zu ein paar Tausend für die ganztägige Hausabsicherung gibt es eine Option für jedes Budget. Denkt dran – die Sonne ist kostenlos, das Netz nicht, und der Sommer kommt.