Die Opposition von New South Wales fordert eine unabhängige Überprüfung, nachdem bekannt wurde, dass die Familie eines mutmaßlich ermordeten Vierjährigen an der Central Coast bereits beim Kinderschutzamt aktenkundig war. Denn nichts sagt ‚wir haben unsere Lektion gelernt‘ so sehr wie das Fordern einer Überprüfung nach einer Tragödie.

Eine 32-jährige Frau wurde wegen Mordes angeklagt, nachdem die Polizei die Leiche eines Vorschulkindes in einem Haus in Wyong gefunden hatte. Die Todesursache? Erhebliche Armverletzungen. Und um dem Ganzen noch eine zusätzliche Schreckensnote zu verleihen, ermittelt die Polizei, ob Kannibalismus im Spiel war. Ja, Sie haben richtig gelesen.

Das Ministerium für Gemeinschaften und Justiz (DCJ) bestätigte, dass es ‚früheren Kontakt mit der Familie‘ hatte und nun ‚alle relevanten Unterlagen prüft‘ – ein Satz, der immer dann auftaucht, wenn das System spektakulär versagt hat.

Superintendent Chad Gillies von der Polizei Tuggerah Lakes beschrieb den Tatort als ‚extrem konfrontierend‘ selbst für erfahrene Beamte. Die Frau stellte sich am Samstag auf der örtlichen Polizeiwache, was die Beamten zu dem Haus führte, in dem die Leiche des Kindes gefunden wurde.

Die Schattenministerin für Familien und Gemeinschaften, Natasha Maclaren-Jones, gab eine Erklärung ab, in der sie eine unabhängige Untersuchung forderte und anmerkte, dass ‚diese unfassbare Tragödie leider nicht der erste Fall ist, in dem diese Regierung versagt hat, unsere schutzbedürftigsten Kinder zu schützen.‘ Sie wies auf Personalknappheit, überwältigende Fallzahlen und Lücken in der Frühintervention hin – Probleme, die irgendwie nie behoben werden, bis ein Kind stirbt.

Die Regierung von NSW kündigte letztes Jahr umfassende Reformen des Kinderschutzsystems an, nachdem ein vernichtendes Audit von 2024 das System als ‚ineffektiv‘ und ‚nicht nachhaltig‘ eingestuft hatte. Anscheinend bedeutet ‚ineffektiv‘ immer noch, dass Kinder ermordet werden dürfen.

Die Frau erschien am Sonntag vor dem örtlichen Gericht und beantragte keine Kaution. Sie soll am 1. September wieder vor Gericht erscheinen. Weder sie noch das Kind können aufgrund von Gesetzen zum Schutz der Identität von Kindern genannt werden – eine kleine Gnade in einer Geschichte, die keine hat.